Leser-Rezension zu „City of Bones” von Cassandra Clare

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hana hana
Verfasst von hana
am 14.08.2011
 

Lange Zeit habe ich mich geweigert die "Chroniken der Unterwelt" bzw. "The Mortal Instruments" zu lesen, zuerst, da ich warten wollte bis die Reihe abgeschlossen ist und danach, weil ich einfach extrem skeptisch war, wie gut eine Reihe sein kann, die einfach von drei auf sechs Bände erweitert wurde. Das klingt erstens nach Geldmacherei und zweitens nicht nach hoher Qualität, denn kaum eine Reihe, die ich bisher gelesen habe, konnte die Qualität des ersten Bandes in meinen Augen halten. Und die vielen eher negativen Rezensionen zum vierten Band haben mich in dieser Annahme bestätigt. Okay, es hätte immer die Möglichkeit bestanden nur die ersten drei Bände zu lesen und die restlichen drei zu ignorieren, aber ich wusste, dass es mir schwer fallen würde mich auf drei Bände zu beschränken, wenn mir die Reihe gefallen sollte. Da die Bände zwischenzeitlich allerdings sehr günstig als E-Book zu erwerben waren, habe ich alle meine Bedenken über Bord geworfen und der Reihe doch noch eine Chance gegeben und ich habe sie nicht bereut!

Gleich von Anfang an wurde ich in die Geschichte hineingezogen und war gefesselt, von der ersten bis zur letzten Seite. Ich war vollkommen fasziniert von der Welt die Cassandra Clare geschaffen hat und wollte unbedingt mehr über die Kreaturen und die Shadowhunter erfahren, wodurch "City of Bones" für mich zu einem wahren Pageturner mutierte. Eine derart spannende und zudem auch teilweise witzige Geschichte habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Wie konnte ich "The Mortal Instruments" bloß jahrelang boykottieren und habe mich stattdessen durch weniger gute Jugendbücher gequält? Ich war total überrascht, irgendwie hätte ich mir den Roman düsterer und weniger romantisch vorgestellt, auch wenn die Liebesgeschichte natürlich nicht im Vordergrund steht. Die Romantik hätte meiner Meinung nach noch etwas mehr sein können, aber in Anbetracht der Tatsache, das noch mindestens zwei Bände folgen ist es wahrscheinlich besser, dass es in romantischer Hinsicht noch Steigerungsmöglichkeiten gibt. Dennoch fand ich es sehr schade, dass es so wenig mehr oder weniger romantische Szenen mit Clary und Jace gab, aber dies macht den Roman für mich nicht schlechter!

Besonders schön fand ich, dass die Geschichte häufig nicht vorhersehbar war. Kleinere Dinge waren natürlich ziemlich offensichtlich, aber insbesondere das Ende kam mehr als überraschend. Ich hätte vieles erwartet, nur nicht das. Allerdings kann ich mir schon sehr gut vorstellen, wie sich das ganze Problem am Ende auflösen wird, wahrscheinlich ebenso wie in den meisten anderen Romanen.

Der einzige Schwachpunkt von "City of Bones" ist für mich Clary. Ich wurde mit ihr überhaupt nicht warm, auch wenn sie sympathisch war. Sie war mir einfach zu hilflos und schwach, da ich persönlich stärkere Heldinnen bevorzuge fand ich das natürlich sehr schade. An ihrer Stelle mit knapp 16 Jahren hätte ich zwar nicht anders reagiert und konnte ihr Verhalten so auch ganz gut nachvollziehen, aber etwas mehr Handlungsbereitschaft täte ihr sicherlich ganz gut. Allerdings hoffe ich darauf, dass Clary in den nächsten beiden Bänden über sich hinauswächst und in Kämpfen etwas mehr ist als ein Klotz am Bein von Jace. ;)

Wo wir dann auch bei meinem Lieblingscharakter aus "City of Bones" wären. Diese Mischung aus Bad Boy und Softie ist einfach total mein Fall! Er war mir von Anfang an sympathisch und ist zudem noch richtig sexy. Nun ja, zumindest gehe ich ganz stark davon aus, dass er sexy ist.
Er ist quasi der Gegenpol zu Simon, der zwar auch recht sympathisch, aber doch etwas unscheinbar ist. Auf mich wirkte er wie der Junge von neben an, der perfekte beste Freund, der allerdings für eine richtige Beziehung eher ungeeignet ist. ;) Seine Rolle in der Geschichte erschließt sich mir noch nicht ganz, ich hoffe zumindest, dass er nicht nur dazu da ist eine unsinnige Dreiecksgeschichte zu bauen. Darauf hätte ich überhaupt keine Lust, es gibt nichts schlimmeres als Dreiecksgeschichten in Jugendbüchern. Okay, nicht nur in Jugendbüchern, sondern allgemein.

Fazit:

Wer "City of Bones" noch nicht kennt, sollte dies schleunigst nachholen und sich nicht von einer merkwürdigen Reihenpolitik irritieren lassen. Die Geschichte ist eine der besten im paranormalen Jugendromanbereich!

 

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City of Bones City of Bones
Cassandra Clare

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City of Bones
von Cassandra Clare

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