Clary ist ein ziemlich normales Mädchen mit einem besten Freund, Simon. Regelmäßig gehen beide Pandemonium, Simon allerdings nur ihr zu liebe.
Und dort geschieht es: Clary beobachtet einen Mord. Einen Mord ohne Leiche und mit drei tätowierten Täter. Isabelle, Alec und Jace.
Und so beginnt es. Die Geschichte der Schattenjäger, in die Clary mehr und mehr hineingezogen wird. Immer mehr Geheimnisse offenbaren sich ihr, alle ihre Vorstellungen, die sie bis jetzt hatte, fallen in sich zusammen. Denn sie spielt eine wichtige Rolle in Jace' Reich.
Doch kann Clary ihnen allen trauen? Und kann sie vor allem Jace glauben?
Der erste Satz:
"Du willst mich wohl verarschen", sagte der Türsteher und verschränkte die Arme vor seiner breiten Brust.
"Soll das der Kelch der Engel sein?", fragte sie.
Jace nickte. "Und das dort unten auf dem Sockel ist das Motto der Nephilim, der Schattenjäger."
"Was bedeutet es?"
Jace' Lächeln blitzte in der Dunkelheit auf. "Es bedeutet: 'Seit 1234 sehen wir Schattenjäger in Schwarz besser aus als die Witwen unserer Feinde.'"
"Jace ..."
Es bedeutet: Der Abstieg zur Hölle ist leicht, erklärte Jeremiah.
"Hübsch, und so aufbauend", meinte Clary und bekam trotz der Hitze eine Gänsehaut.
Kritik
Allgemein:
Auf den ersten Seite dachte ich die ganze Zeit nur: "Was finden denn bitte an diesem Buch so toll?" Ich verstand es nicht. Ich verstand es echt nicht. Ich fand es niveaulos, eben einfach so ein Buch für Teenager ohne gewisse Ansprüche. Ich stellte mich auf sinnlose Lesestunden ein.
Doch - dann ging es los. Jace tauchte auf. Und sofort schlug mein Herz schneller. Denn seine zynische Art und das alles, die Gesamtpackung, war so toll! "Wenigstens schon mal ein dicker Pluspunkt", dachte ich. Dann wurde mir auch Clary sehr sympatisch, die ganze Handlung ging so richtig los. Es war wie ein Sog, man war ein Mal drin und kam nicht mehr raus. Die Seiten flogen nur so zwischen den Fingern vorbei. Valentin, Hodge, Alec, Luke und immer wieder natürlich Jace und Clary. Ich las und las und las und war absolut begeistert. Und immer wieder dachte ich jetzt: "Besser als Panem? Ich weiß nicht. Beides ist unglaublich einmalig."
Charaktere:
Clary. Zuerst zweifelte ich eben an ihr. Doch dann wurde mir klar, dass sie einfach ein ganz normales Mädchen ist. Nichts besonderes her, ganz normal. Denn - auch wenn sie ein Drehpunkt der Geschichte, ein begehrtes Mädchen ist - das ist sie. Sie vermisst ihr Mutter, ist sauer (noch ganz lieb ausgedrückt) auf ihren Vater, erlebt verwirrende Gefühle, macht Fehler. Sie ist ganz normal - und somit mehr als nur lebendig.
Ja, kommen wir zum Sahneschnittchen. Jace ... Ich bin hin und weg von ihm. Seine ganzen einmaligen Sprüche, die Art, eine Augenbraue hochziehen zu können, sein Zynismus, seine harte Schale, sein verletzliches Inneres ... Er ist unperfekt perfekt sozusagen.
Ich könnte jetzt jeden Charakter hier aufzählen, denn alle in diesem Buch sind einmalig. Ich könnte euch einen der besten Bösewichte vorstellen, das mutige, kreative Gegenstück dazu. Ich könnte Alecs Probleme erörtern, könnte Isabelles nicht vorhandene Kochkünste aufzählen, Lukes einmaligen Charakter. Doch ich lasse das. Denn Jace und Clary sind eindeutig das Augenmerk.
Schreibstil:
Er ist wunderbar flüssig und einfach gehalten, so dass man schnell durchkommt (auch wenn man es gar nicht will). Die ganzen zynischen Sprüche sind zum Schreien komisch, die herzzerbrechenden Szenen unglaublich einfühlsam geschrieben. Immer perfekt an das Geschehen angepasst und dennoch locker flockig.
Fazit:
Wie schon erwähnt: Ich weiß nicht, ob Panem oder das hier besser ist. Und da Panem eigentlich meine absolute Lieblingsreihe war, wird dieses Buch (und die folgenden) sich auch unauslöschbar in mein Gedächtnis einbrennen - als eines der besten Bücher überhaupt.