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Alle anzeigenFrederiekeLilie
Vor 1 Jahr
(7)(Könnte Spoiler zu den Vorgängern enthalten)
Simon Lewis hat sich immer noch nicht ganz daran gewöhnt, ein Vampir zu sein. Besonders unterstützt wird er dabei auch nicht. Seine Mutter weiß nicht von seinem "kleinen Geheimnis" und seine beste Freundin Clary ist zu sehr mit ihrem Freund Jace beschäftigt. Allerdings gibt es andere, die sich für ihn interessieren. Ein bisschen zu sehr, für seinen Geschmack. Jeder will ihn wegen seines Kainsmals, durch das er unverletzbar ist. Doch sie finden einen Weg, ihm trotzem wehzutun.
Diese Rezension ist fast schon überflüssig. Wer die ersten drei Teile gelesen hat, weiß wie toll Cassandra Clares Bücher sind! Das ist bei "City of Fallen Angels" nicht anders. Falls einer Angst hatte, das Buch könnte einem die Reihe kaputtmachen, weil es nach dem tollen Ende von "City of Glass" sicherlich nicht mithalten könnte, sollte diese Bedenken beiseite schieben. "City of Fallen Angels" überstieg all meine Erwartungen. Cassandra Clares Bücher sind alles in Einem. Spannend bis zum Geht-nicht-mehr, Lustig bis man sich auf dem Boden vor Lachen kugelt, Traurig, sodass man anfängt zu weinen, wenn Cassandra einen ihrer tollen Charaktere sterben lässt. Das alles zusammen bietet Abwechslung und ergänzt sich perfekt. Wer Bücher, die bloß depriminierend, brutal und traurig sind, Bücher, die nur lustig und selbstironisch sind oder Bücher, die einen vor Spannung die Augen ausfallen lassen, liest, greift jeweils nach einem bestimmten Genre. Dass "City of Fallen Angels" zu Fantasy gehört, ist sicherlich allen klar. Das sagt bereits das - wie ich finde sehr hübsche - Cover aus. Wer nicht gerne Fantasy liest, wird diese Bücher direkt sofort abstempeln und nicht weiter beachten, aber auch nicht-Fantasy-Fans sollten sich das hier genau überlegen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand das Lesen dieser Bücher bereuen könnte und falls sich jetzt immer noch welche nicht ganz sicher sind- Die Bücherei tut's auch.
Über Cassandra Clares könnte man Tage, nein Wochen schwärmen! Auch im 4. Band der Chroniken der Unterwelt besaßen sie klare Charakterzüge und jeder seine ganz spezielle Art. Von Jace hätte ich in diesem Band allerdings ein klein wenig mehr erwartet. Wie immer riss er die irrwitzigsten Witze und hielt sich für den Mittelpunkt des Universums - übrigens berechtigt -, doch diesmal war es zu wenig von ihm. Nachdem er in City of Glass durch Clarys Wunsch an den Erzengel Raziel "wiederauferstanden" war, hatte sich etwas an ihm verändert. Etwas, dass im Laufe des Buches immer schlimmer wurde und seine sonst so geniale Art ein wenig beiseite drängte.
Was sich Cassandra Clare bei diesem Ende dachte, ist mir auch schleierhaft. Das ist, als würde man von jemandem eine verdammt spannende Geschichte erzählz bekommen und derjenige hört an der spannensten Stelle einfach auf zu erzählen und verabschiedet sich! Cassandra beendete das Buch mit dem gemeinsten Cliffhanger, den ich jemals gelesen habe! Danach beschenkte sie mit einer Danksagung und dem vollständigen Abschiedsbrief von Jace und Clary aus "City of Glass" und ... das war's. Wie kann man als verliebter "Chroniken der Unterwelt"-Fan so ein Ende überleben?! "City of Lost Souls" (der 5. Band) ist auf Englisch bereits erschienen, lässt auf Deutsch allerdings noch ein wenig auf sich warten. Herbst 2012. Das scheint unerträglich lange, besonders nach solch einem Cliffhanger. Da bekommt man glatt Lust, das Buch in die Ecke zu pfeffern.
Dass Simon in diesem Buch eine größere Rolle spielte, gefiel mir sehr gut. Er ist so ein ... neutraler, normalwirkender Charakter, obwohl er ein Vampir ist. Allerdings haben auch Vampire Beziehungsprobleme, oder etwa nicht? Besonders wenn es dabei um eine Werwölfin und eine Schattenjägerin geht. Simon gerät im Laufe des Buches immer mehr in eine kleine Zwickmühle und hat keine Ahnung, wie er da wieder herauskommen soll. Denn er mag beide Mädchen sehr gerne. Da ist es dann auch egal, wie oft Clary ihm bereits sagte, er solle den beiden endlich voneinander erzählen ...
Während des Lebens klappte mir immer mal wieder der Mund auf und ich schlug das Buch vor Schock zu und saß einige Minuten bloß da und verarbeitete, was ich eben gelesen hatte. Cassandra Clare schaffte es einfach jedes Mal, mich aufs neue zu überraschen und in eine Art ... Schockzustand zu versetzen. Mal saß ich weinend auf dem Sofa, mal krümmte ich mich vor Lachen und mal riss ich die Augen auf und schrie mir die Seele aus dem Leib. Ich kann mich nicht daran erinnern, vor Cassandra Clares Büchern jemals eine Reihe so voller Leidenschaft gelesen zu haben. Außer bei den Tributen von Panem vielleicht, aber die stehen für mich unter den Chroniken der Unterwelt.
Ich fürchte, ich werde auf ewig ein treuer Fan dieser Reihe bleiben und die Bücher über die Jahre hinweg immer wieder lesen. Das ist wie eine Sucht. Eine Schattenjäger-Dämonen-Jace-Sucht und Entzug tut bei dieser Sucht gar nicht gut.
Fazit: ... Ohne Worte. "City of Fallen Angels" kann locker mit seinen Vorgängern mithalten und steckt voller Überraschungen, Schockmomenten und lustigen Dialogen. Mehr braucht es nicht. Der 4. Band der "Chroniken der Unterwelt ist genial. Einfach genial. Und noch viel mehr als das!
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