Nachdem Valentin nach Alicante flüchten konnte, gibt es nur noch eine Möglichkeit für Clary: sie muss ihm folgen. Doch warum will Jace das nicht? Und warum sind auch die Anderen davon überzeugt, dass es das Beste für Clary wäre, wenn sie bleibt, wo sie ist? Geht es wirklich nur um ihre Sicherheit?
Nichts desto trotz folgt sie den anderen nach Alicante und erlebt dort ihr blaues Wunder. Statt mit offenen Armen in Empfang genommen zu werden, geschieht das Gegenteil.
Die Ereignisse verdichten sich und niemand scheint auf Clarys Seite zu stehen, außer einem. Sebastian – ein geheimnisvoller Schattenjäger mit Charme, Sexappeal und Witz. Doch kann Clary ihm trauen? Und warum zeigt Jace ihr die kalte Schulter?
Clary wünscht sich nichts sehnlicheres, als dass ihre Mutter bald wieder erwacht und Valentin endlich fällt. Doch alles kommt unerwartet und ganz anders…
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So, damit habe ich nun auch City of Glass zum wiederholten Mal gelesen – und immer wieder finde ich dieses Buch unglaublich gut! Immer wieder aufs Neue spannend und immer wieder gleich fesselnd. Ich liebe es einfach.
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Der dritte Band beginnt circa eine Woche nach Ende des zweiten Bandes, also ziemlich zeitnah.
Zu Beginn herrscht Aufbruchsstimmung nach Idris, das Heimatland der Schattenjäger. Aber schon nach den ersten 30 Seiten wird die eher ruhige, friedliche Stimmung kaputt gemacht. Es gibt Action und die ersten, schwerwiegenden Probleme. Zum Beispiel will Clary unbedingt mit nach Alicante, der Hauptstadt von Idris, damit sie ihrer Mutter helfen kann, aber Jace will das verhindern um sie zu schützen.
Die Handlung insgesamt spielt ausschließlich in Idris und Alicante. Ich finde es auf der einen Seite total toll, dass das Buch diesmal auf das Land der Schattenjäger beschränkt wurde, was in den Vorbänden immer wieder angesprochen wurde. Man kann der Fantasie so freien Lauf lassen. Auf der anderen Seite, fand ich es aber auch doof, da die Handlung davor immer in New York spielte, und hier fast gar nicht. Ich bin da geteilter Meinung.
Valentin startet seinen angekündigten Krieg gegen Alicante in diesem Band, wobei wirklich Unfassbares geschieht. Die Schattenjäger, die in ihrem Denken verkorkst sind und die Schattenwesen verachten, müssen sich genau mit diesen zusammen tun, um gegen Valentin zu gewinnen. Das fällt beiden Seiten nicht gerade leicht. Dabei ist Clarys Fähigkeit äußerst nützlich, und sie wächst über sich hinaus.
Doch viele Nephilim sterben, genauso wie Schattenwesen, darunter auch sehr liebgewonnene Personen, die nicht direkt involviert waren. So werden auch die Schattenseiten des Krieges beleuchtet, sehr stark sogar, was ich persönlich sehr passend finde. Es passt zum Buch.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz, aber durch die kriegsähnliche Stimmung, bleibt er schon auf der Strecke, im Gegensatz zu den Vorbänden. Aber das ist nicht weiter verwunderlich und war zu erwarten.
Im Gegensatz zu dem Leid, Krieg und dem Tod gibt es auch wenige, richtig gefühlvolle und romantische Szenen, die die düstere Stimmung etwas auflockern und zeigen, dass es trotz allem auch noch Hoffnung auf Glück und Frieden gibt. Dieser bunte Mix aus Gefühlen gefällt mir sehr gut, und kommt auch super zum Ausdruck.
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Auch tauchen einige neue Personen auf, wobei zwei etwas wichtiger sind.
Da wäre zuerst Aline, eine hochnäsige Göre, die nicht sehr klug zu sein scheint und einiges durcheinander bringt. Selbst hat sie keine hohe Meinung von Schattenwesen, und zeigt das auch öffentlich. Leider Gottes ist sie in Jace verliebt, was einiges nur komplizierter macht.
Eine andere Figur ist Sebastian Verlac, der mehr als nur ein Geheimnis hat. Er ist ein attraktiver, netter Junge, der seine Eltern verloren hat und bei seiner Tante in Frankreich aufgewachsen ist.
Auch Amatis, Lukes Schwester und die erste Frau von Stephen Herondale, lernt man in diesem Buch kennen, und sie ist öfters mal eine Schlüsselfigur, also auch nicht ganz unwichtig. Auch wenn sie mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat, ist sie eine große Stütze.
Aber bei vielen Personen trügt der Schein wieder, sie sind anders, als sie zunächst scheinen, und das ist immer wieder toll zu lesen. Es ist so wieder sehr gut, spannend und überraschend.
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Jace wirkt, vor allem anfangs, so, als wäre er Valentin ähnlicher denn je. Er macht sich selbst schlecht und verhält sich so, wie man es von ihm denkt. Vor allem Clary bekommt diese volle Breitseite zu spüren. Die beiden versuchen immer wieder sich einfach nur wie Geschwister zu verhalten, aber es funktioniert nicht. Und dagegen können sie auch nichts tun. Aber nur Jace kennt die Gründe für sein Verhalten, die sich jedoch immer wieder ändern. So ändert sich auch immer wieder die Lage ihrer Beziehung zueinander.
Die größte Entwicklung des Buches scheint wirklich Clary durch zu machen. Sie traut sich mehr, sie setzt sich ein, sie will etwas bewirken, und das schafft sie wirklich, auf unglaubliche Weise. Sie ist sehr tapfer, und am Ende des Buches erwachsen. Als junges, naives Mädchen lernt man sie in City of Bones kennen, und am Ende ist sie eine hübsche, starke, junge Frau, die sich bewahren konnte.
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Mehr kann und möchte ich zu dem Buch nicht sagen, da es einfach sehr komplex ist, aber eines kann ich sagen: City of Glass ist ein sehr abwechslungsreiches, spannendes, gefühlvolles Buch, welches mir, schon zum vierten Mal, ein Lesevergnügen beschert hat, wie ich es selten hatte.
Der Mix aus Liebe, Hass, Leben, Tod, Freude, Trauer, Schmerz und Glück macht das Buch so besonders, und ich finde, diese Reihe sollte wirklich jeder gelesen haben. Sie begeistert.
Jetzt freue ich mich auf den vierten Teil und bin schon sehr gespannt, wie es denn nun, nach solch einem imposanten Ende, weitergehen soll.