Leser-Rezension zu „Für immer vielleicht” von Cecelia Ahern
am 11.01.2012
Alex und Rosie sind ein Herz und eine Seele, seit sie sich kennen. Gemeinsam haben sie die Schulzeit bei ihrer Lehrerin Ms Rüsselnase Mundgeruch Casey überlebt, Rosies 16. Geburtstag gebührend, wenn auch verbotenerweise mit viel Alkohol gefeiert, und war auch beide bei ihren Hochzeiten die Trauzeugen. Zwischen ihnen ist nie mehr als Freundschaft, doch als Alex mit 18 nach Amerika zieht, zerreißt die Trennung beiden das Herz. Eigentlich wollte Rosie nachkommen, sobald sie den Schulabschluss in der Tasche hat und Hotelmanagement studieren, aber die ungeplante Schwangerschaft kommt ihr dabei in die Quere. Nichts wird aus dem Studium in den USA, aber trotzdem bleiben die beiden über Jahre hinweg via Email, SMS, Briefen und allen möglichen anderen Kommunikationsmöglichkeiten in Kontakt und überstehen gemeinsam diverse Höhen und Tiefen.
Ich hätte nicht all die Jahre ohne dich verschwenden dürfen. Seite 413
Ich muss der Buchbeschreibung Recht geben, jeder hat es gewusst, dass Rosie und Alex zusammengehören, nur dieses Etwas, das sich Schicksal nennt, nicht. Teilweise hat es mir beim Lesen das Herz zerrissen, weil es doch so offensichtlich war, dass mehr aus ihnen werden soll!
Rosie war in meinen Augen eine sehr starke Persönlichkeit. Sie hat so vieles überstanden und ist daran gewachsen. Irgendwann hat sie eingesehen, dass die der Mittelpunkt in ihrer Welt ist, was ich sehr schön fand.
Alex schien mir eine lange Zeit wie ein richtiger Kindskopf – liebenswert bis zu den Sternen und wieder zurück! Wenn er real und ein bisschen jünger wäre, würde ich ihn doch glatt heiraten ;)
Der Stil des Buches, der so vielen gefiel, war nicht so ganz mein Ding. Für mich ist es immer schwierig die Geschichte zu verfolgen, wenn ich nicht genau weiß, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Mitteilungen vergangen ist. Ebenfalls fehlte mir oft die Tiefe des Buches, die Gefühle, da es ja oft nur kurze Textpassagen waren. Viel besser hätte es mir gefallen, wenn eine handfeste Geschichte aus der Sicht der verschiedenen Personen da gewesen wäre und nur zwischendurch, als Auflockerung sozusagen, die Nachrichten gewesen wären.
Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob die paar Tippfehler in den Emails und Briefen (ausgenommen Alex‘ und Katies „weis“-Problem!) Absicht oder Versehen waren.
Im Gesamten betrachtet hat mir das Buch aber sehr gut gefallen, ich habe geweint, gelacht, geschimpft und einfach mitgelitten. Besonders das Ende … Ja, das Ende war wundervoll!

