Leser-Rezension zu „Das Liebesleben der Hyäne” von Charles Bukowski

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Verfasst von schuker
am 12.05.2011
 

Henry Chinaski ist ein alternder Schriftsteller. Gut genug, um davon leben zu können. Doch glücklich ist er eigentlich nicht. Sein Leben wird bestimmt von Alkohol, Sex und Pferderennen. Dieses Leben ist pure Langeweile und Leere. Dieser Mann ist kaputt.
Zitat: "Wäre ich als Frau auf die Welt gekommen, ich wäre mit Sicherheit eine Prostituierte geworden. Doch da ich nun mal als Mann auf die Welt gekommen war, hechelte ich ständig nach Frauen, und je verrufener sie waren, um so lieber waren sie mir. Frauen, die etwas taugten, machten mir Angst, weil sie irgendwann etwas von meiner Seele wollten. Und was mir davon noch geblieben war, wollte ich selbst behalten. Also hielt ich mich an Flittchen und Prostituierte, weil sie kaltschnäuzig und abgebrüht waren und außer geld nichts erwarteten. Wenn sie wieder gingen, war nichts verloren. Doch gleichzeitig sehnte ich mich nach einer Frau, die ich lieben konnte; mochte ich auch noch so viel dafür geben müssen. So oder so - es war hoffnungslos."
Zu diesem Roman, der durchaus autobiographisch ist, fällt mir nur eines ein: Operation gelungen, Patient tot. Es ist Bukowski durchaus gelungen, die Monotonie im Leben dieses Menschen einzufangen. Aber genau das ist das Problem. Es langweilt den Leser ebenfalls zu Tode. Eine konkrete Handlung gibt es nicht. In jedem Kapitel eine oder auch mehrere neue Frauen. Zuerst kommt der Alkohol und dann der Sex. Und auch der ist immer gleich.
Die Sprache ist direkt und vulgär. Wer dieses Buch liest und Erotik erwartet, der hat zum falschen Buch gegriffen. Mit Erotik hat das Ganze nichts zu tun. Großzügig verwendet Bukowski die Begriffe "ficken", "Möse" und "Schwanz". Manch einer wird die Grenzen des guten Geschmacks überschritten sehen und eher angewidert das Buch zuklappen. Die Stelle, an der seine Freundin ihm auf dem Rücken einen Pickel ausdrückt und der herausschießende Eiter ihr fast ein Auge ausschießt, ist ein passendes Beispiel dafür.
Drei Sterne für diesen Klassiker, den man zwischen den Zeilen lesen muss, um ihn zu verstehen. Meinen persönlichen Geschmack hat es leider nicht getroffen.

 

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Das Liebesleben der Hyäne Das Liebesleben der Hyäne
Charles Bukowski

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Das Liebesleben der Hyäne
von Charles Bukowski

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