Rezension zu "Am Ende des Schweigens" von Charlotte Link

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Eselsohr

Vor 2 Jahren

(6)

Im Stanbury House in England verbringen drei befreundete Paare seit Jahren gemeinsam die Ferien. Mittlerweile sind Kinder dazu gekommen, und eine Scheidung. Die schwangere Jessica ist seit zwei Jahren die Frau von Alexander und fühlt sich nicht wirklich wohl in der Gruppe, die beinahe krampfhaft um Gemeinschaft bemüht scheint. Jessica ärgert sich insgeheim über die jedesmal gleiche Art der Ferien, außerdem und identifiziert sich mit keiner Person. Zum Verdruss der Anderen liebt Jessica ihre einsamen Spaziergänge, die sie eines Tages vor dem Massaker beschützt, dass in ihrer Abwesenheit im Haus wütet. Ein Fremder, der vorher unerwartet in das Haus eingedrungen ist und erbliche Besitzansprüche stellt, wird schnell als Schuldiger gefunden. Jessica glaubt nicht daran, zumal sie dem angeblichen Täter auf ihren Spaziergängen oft begegnet ist und sie viele Gespräche miteinander geführt haben. Um die Wahrheit zu erfahren, forscht Jessica nach der Vergangenheit der Opfer und des Fremden. Sie findet düstere Geheimnisse und Wahrheiten über Freundschaften, die eigentlich keine sind.

Ein spannendes Buch, doch leider habe ich den Täter und dessen Tatgründe schon früh erkannt. Trotzdem lohnt es sich weiterzulesen, allein schon wegen Jessica. Sie wird unglaublich gut beschrieben, man fühlt regelrecht ihr Unwohlsein in der etablierten Gruppe. Und man möchte letztendlich wissen, welches Geheimnis für diese tiefe Freundschaft der Paare verantwortlich ist.

Autor: Charlotte Link
Buch: Am Ende des Schweigens
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