Leser-Rezension zu „Medea. Stimmen” von Christa Wolf
am 31.01.2010
Christa Wolf zeichnet ein anderes Bild der Medea.
Medea ist nicht die rachsüchtige Kindsmörderin sondern eine starke Frau, die den Hass einer patriarcharischen Gesellschaft auf sich zieht und Ziel von Intrigen wird.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Das Buch ist mit dem Stilmittel des "Stream of Consciousness" geschrieben worden. Jedes Kapitel ist ein Strom von Gedanken einer an den Geschehnissen beteiligten Person. Dadurch wird das Buch sehr spannend: Gedanken deuten einiges an, das erst später erklärt wird. Dadurch, dass nicht jeder immer an alles denkt, wirkt das Ganze aber gar nicht konstruiert sondern sehr natürlich.

