Leser-Rezension zu „Darling Jim” von Christian Mørk
am 9.05.2010
Eine interessante Art der Mordaufklärung, die Christian Moerk gewählt hat. Diese überlässt er den Opfern selbst, in Form von Tagebüchern, die nach ihrem Tod nicht etwa an die Polizei gehen, sondern an irgendjemanden im Postamt gerichtet sind.
Das ganze Buch hindurch begleiten die Schwestern den Leser und lüften Stück für Stück das Geheimnis um ihren grausamen Tod.
Die Tagebuchaufzeichnungen geben dem Leser das Gefühl direkt angesprochen zu werden, und ich musste einige Male schwer schlucken über die schonungslose Offenheit, mit der uns Fiona Walsh über ihren bevorstehenden Tod konfrontiert.
Die gleichbleibende Spannung, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch hindurch zieht, hat mich zwar schnell, aber aufmerksam lesen lassen. Und zum Schluss war ich enttäuscht: zum einen, weil der Roman schon zu Ende war und zum anderen, weil für mich persönlich einige Fragen nicht zufriedenstellend beantwortet waren - zum Teil auch von der Logik her.
Deswegen gibt es auch ein Sternchen Abzug von mir. Ansonsten kann ich den Thriller ruhigen Gewissens weiter empfehlen und wünsche allen Lesern viel Spaß beim mitfiebern

