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Alle anzeigenSusanne_Boeckle
Vor 11 Monaten
(6)Die Idee, einen Roman über Schatten zu schreiben, ihnen Leben einzuhauchen, Fähigkeiten zuzuschreiben und mit Magie zu paaren, finde ich sehr ansprechend. Das hat mich an der Leseprobe gefesselt und hat mich sehr neugierig auf das Buch "Der letzte Schattenschnitzer" von Christian von Aster gemacht.
Im Roman geht es um Jonas Mandelbrodt, einen Jungen, der mit seinem Schatten sprechen kann, von ihm in die Geheimnisse der Schatten eingeweiht wird. Er ist der "letzte Schattenschnitzer". Und es geht um Carmen Maria Dolores Hidalgo, das Mädchen ohne Schatten.
Diese beiden Figuren will der Rat der Schatten bekämpfen, denn sie zerstören angeblich das Gleichgewicht zwischen Schatten und Menschen, das der Rat um jeden Preis verteidigt.
Dieser Roman ist keine leichte Kost, kein Buch für Zwischendurch oder Nebenbei, vor allem durch die vielen Perspektivwechsel, wo man sich ständig neu drauf einlassen muss. Man sollte als Leser schon am Ball bleiben, um der zum Teil verworrenen Handlung folgen zu können, um die Zusammenhänge zu begreifen. Das ist mir leider nicht immer gelungen. Manchmal fand ich die Handlung doch sehr verwirrend, musste einige Seiten zurückblättern, um wieder Anschluß zu finden, vor allem, wenn ich mal 2-3 Tage nicht zum lesen gekommen bin. Der Roman besteht aus 3 Teilen, hat aber - meines Erachtens - auch ein paar Längen, wo sich die Handlung doch sehr zieht, und das trotz der nur 312 Seiten, was für einen Roman nicht viel ist.
Manchmal hat mich die etwas altertümliche Sprache des Autors beim Lesen gestört, allerdings ist sie durchaus passend für das Buch und das Thema, deshalb soll das kein Kritikpunkt sein.
Insgesamt finde ich das Thema "Schatten und Menschen" sehr ansprechend, vor allem natürlich das hervorragend gestaltete Cover. Der Roman ist zwar streckenweise recht spannend geschrieben, trotzdem war ich am Ende froh, das Buch fertig gelesen zu haben, was nun leider nicht für das Buch spricht. Denn ich habe schon viele Bücher gelesen, wo ich sehr traurig war, als ich auf der letzten Seite angekommen bin.
"Der letzte Schattenschnitzer" ist auf jeden Fall ein ungewöhnliches Buch und ich kann es trotz aller Kritikpunkte, die ja zum Teil sehr persönlicher Natur sind, weiter empfehlen. Fantasyfans werden ihre Freude an dem Buch haben, zumal die Idee mit den lebenden Schatten mal etwas ganz Anderes und Neues ist.
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