Rezension verfasst vor 1 Jahr
(7)
Zauberhafter Neubeginn?
Inhalt:
Gerade als Phoebe Bowler, leidenschaftliche Hobby-Astrologin, sich im Glück angekommen wähnt lässt Ben (ihr Verlobter) sie quasi vor dem Traualtar stehen. Gedemütigt zieht sich Phoebe zunächst zu ihren Eltern zurück und kehrt einen Monat später in die vormals gemeinsame Wohnung zurück. Da sie sich die teure Miete nicht von ihrem Lohn leisten kann, sucht sie gemeinsam mit ihren Freundinnen, nach Ideen für zusätzliche Einnahmen. Dabei führt Ihr Weg nach Twilights, einem Altersheim. Dort findet sie nicht nur den dringend benötigten Zusatzverdienst, sondern auch neues Vertrauen in die Astrologie. Mit Essie Rivers, Einwohnerin in Twilights, begegnet ihr nicht nur eine Astrologie-Mentorin, sondern auch eine Freundin. Doch nicht nur der attraktive Nachbar Rocky sorgt für Wirbel in jeglicher Hinsicht.
Beurteilung:
Phoebes Geschichte erfährt nicht von ihr, sondern aus einer Außenperspektive. Dennoch verfolgt man auch ihre Gedanken und hat an ihrer Gefühlswelt teil. Christina Jones zeichnet mit Phoebe eine glaubhafte und nachvollziehbare, vor allem aber auch sympathische Protagonistin, deren Leid und Freud man gern teilt. Das Auf und Ab des Romans sowie seine Wendungen sind mitreißend.
Ansonsten stellt sich durch den flüssigen, lockeren Schreibstil ein durchaus angenehm zügiges Lesetempo ein. Ob der sich durchziehende enorme Gag jedoch nun aufgrund der Übersetzung eher ab der Hälfte ein wenig überzogen wirkt oder auch im Original die gleiche Wirkung entfaltet bleibt offen.
Besonders positiv hervorzuheben ist aber die humorvolle Art der Erzählung. Diese kommt insbesondere immer dann zum Tragen wenn die Bewohner Twilights in Erscheinung treten oder gar in den Passagen in denen Essie und Slo Motion die Hauptdarsteller geben. Die liebevoll aber dabei stets auch sehr menschlichen und somit mit Schwächen ausgestatteten, beschriebenen Figuren sind ein dicker Pluspunkt in diesem Buch.
Auch wenn mit dem Altersheim als Ort für weite Teile der Handlung ein guter Rahmen gewählt wurde, erwartet einen hier keine schwere Kost – im Gegenzug aber auch oftmals wenig Tiefgang.
Fazit:
Ein schönes Buch dass sich bestens als Urlaubs-Sommerlektüre eignet, allerdings auch bestens für den Herbst und die dunkle Jahreszeit. Denn auch wenn die Story letztlich irgendwann vorhersehbar wird, so wärmt die Lektüre doch das Herz und lässt ein Lächeln zurück.
In Sternen ausgedrückt erhält dieses Buch von mir (trotz einigen Schwächen) 4 von 5 Sternen!
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