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Cendra Cendra
Verfasst von Cendra
am 24.12.2010
 

Zum Glück habe ich mir die CDs nur geliehen, sonst hätte ich beim Hören wirklich einen Anfall bekommen!
Der Autor meint, er müsse noch einen weiteren Teil schreiben weil er in diesem nicht alles unter bekommen hat? Wieso hat er stattdessen nicht einfach 90% dieses Machwerks gestrichen und gleich ein vernünftiges Buch geschrieben???

Ich bin nach diesem Akt nicht mehr im mindesten interessiert, wie die Geschichte weiter geht. Ich bin nicht einmal enttäuscht vom dritten Band sondern einfach nur erleichtert, dass es endlich vorbei ist!
- Was ja wohl eindeutig nicht Sinn der Sache war.

Warum das so ist, versuche ich im Folgenden (spoilerfrei) zu erklären:

Es ist gerade einmal einen Tag her dass ich endlich durch bin und ich habe schon wieder fast vergessen, was da in den x CDs, die ich mir rein gezogen habe, alles passiert ist. Nur soviel bleibt im Kopf haften: Ein dümmlicher und unsympathischer Hauptcharakter ohne Idenitfikationspotential, der einem gelegentlich wirklich das breite Grinsen ins Gesicht treibt - nur leider ist er in nahezu 100% der Fälle ausschließlich unfreiwillig komisch, da ihm jeglicher Anflug von Humor vollkommen fehlt. Echt ein Typ zum Fremdschämen!

Ja, Eragon ist eigentlich wirklich das allerschlimmste an diesem Buch - und dieses kann mit nahezu unbegrenzt vielen Schwachpunkten aufwaten. Ich bin wirklich noch in keinem anderen Fantasyroman einem derart grausam vermurksten Protagonisten begegnet. Und das, wo sich Paolini doch solche Mühe gibt, dem Leser gebetsmühlenartig auf hunderte Seiten ausgewalzt einen perfekten Superhelden zu präsentieren. Man könnte es fast schon als Satire verkaufen, würde der Autor den ganzen Schmuh nicht so bitter ernst meinen!

Saphira ist auch nicht besser, statt eines anmutigen Drachens hatte ich, wann immer von ihr die Rede war, hartnäckige Bilder von einem trampeligen und vor allem plumpen Nutztier im Kopf(seit wann springen Drachen durch ein Soldatenlager?). Welchen Sinn hat dieser bekloppte Drache eigentlich? Er taugt zu nix, sondert andauernd irgendwelchen lächerlichen Schund ab und wirkt mal wie Eragons pubertierende Teenietochter, mal wie seine hausbackende Großmutter. Von Charakter keine Spur!

Der Rest der Bagage rings um den allseits beweihräucherten Herrn Drachenreiter und sein hoppelndes Haustier ist ebenfalls vor allem eins: Belang- und witzlos wie die gesamte Geschichte. Jene ist so dermaßen langatmig, wirr und in vielen Teilen unlogisch, dass man zu keiner Zeit das Gefühl hat, wirklich etwas zu erleben. Man fühlt sich eher, als bekäme man etwas erzählt, was man zum einen nicht recht glauben mag und einen zum anderen auch gar nicht sonderlich interessiert. Man kann stundenlang nebenher etwas vollkommen anderes machen ohne auch nur ein einziges Mal ein wichtiges Detail zu verpassen. Es gibt nämlich keins!

Leider wurden meine nach dem zweiten Band ohnehin schon schwachen Erwartungen auch noch bitter enttäuscht: Für mich ist Band 3 der Eragon-Reihe eines der schlechtesten Bücher, die im Fantasybereich jemals geschrieben wurden! Ich kann nur dringend davon abraten!

Fazit:
Weniger ist manchmal mehr!

PS: Großes Lob an Andreas Fröhlich dass er all das noch mit soviel Charme vorgetragen hat dass man es wenigstens bis zum Ende ausgehalten hat! Kaum zu fassen, dass er sich das angetan hat!

 

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Eragon - Die Weisheit des Feuers Eragon - Die Weisheit des Feuers
Christopher Paolini

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