Inhalt:
Sie sind jung, sie sind stark – und sie sind gelangweilt: Normale, berufstätige Männer und Familienväter auf der Suche nach einem Mittel gegen die Leere in ihrem Leben. Sie treffen sich auf Parkplätzen und in Kellern von Bars, um mit nackten Fäusten gegeneinander zu kämpfen. Der Anführer dieser „Fight Clubs“ ist Tyler Durden, und er ist besessen von dem Plan, furchtbare Rache an einer Welt zu nehmen, in der es keine menschliche Wärme mehr gibt …
Meine Meinung:
Das Cover finde ich hässlich, aber nach kurzer Zeit versteht man zumindest wieso da so eine „Filmrolle“ drauf ist. Aber Cover sagen nichts über die Qualität des Inhalts aus.
Die Handlung verläuft durch den abgehackten Schreibstil sehr schnell und mitreißend. Die Sätze sind kurz, oft sogar nur ein bis zwei Wörter. Viele Aussagen wiederholen sich und brennen sich somit schnell ins Gedächtnis des Lesers ein. Oftmals wird indirekte Rede verwendet oder indirekte und direkte Rede vermischt. Man muss also ein bisschen mitdenken, während man das Buch liest, da man sonst leicht in Verwirrung gerät. Die Handlung ist nicht in chronologischer Reihenfolge beschrieben und oft gleitet man von der jetzigen Szene in eine zurückliegende ohne, dass man es überhaupt richtig bemerkt. Dies alles macht das Buch sehr anspruchsvoll, aber es lohnt sich!
Der Hauptcharakter ist nicht Tyler Durden! Das sei nur einmal gesagt. Der Hauptcharakter ist ein Ich-Erzähler ohne Namen. Er kann anfangs nicht schlafen, geht dann allerdings in Selbsthilfegruppen für Krankheiten und Probleme, die er eigentlich nicht hat, dort kann er loslassen und somit auch wieder schlafen. Eines Tages trifft er dort jedoch auch Marla. Wenn sie dabei ist, kann er aus einem unbestimmten Grund nicht loslassen und somit auch nicht schlafen. Deswegen nimmt er sich einen kurzen Urlaub und begegnet auf seiner Reise Tyler Durden, mit dem er dann den „Fight Club“ gründet. Ich mochte den Erzähler sehr und konnte mich super mit ihm identifizieren. Er und Tyler sind sich sehr ähnlich ich persönlich denke jedoch es gibt einen gewissen Unterschied zwischen den beiden: Tyler sucht den Nullpunkt, den ein Mensch erreichen kann (mehr dazu: Buch lesen). Der Erzähler sucht den Nullpunkt nicht, sondern hat eher Angst davor. Er möchte noch eine gewisse Kontrolle über sein Leben haben. Tyler und Marla sind jedoch beide auch sehr sympathisch (zumindest für mich).
In „Fight Club“ geht es jedoch nicht nur um das Kämpfen, sondern vielmehr um das Loslassen. Es geht um Schmerz und Verlust und Leere. Darum, dass das Leben, wenn man erstmal ganz unten ist (von den Gefühlen her) nicht mehr so toll ist. Der Erzähler hat einen erfolgreichen Job und fast alles was er sich wünschen könnte, aber da ist eben diese Leere, die ihm das Gefühl gibt, dass trotz seines erfolgreichen Lebens, doch irgendwie alles sinnlos ist. Dass das was er tut, ihn nicht glücklich macht.
Ich kann nur sagen: ich liebe dieses Buch! Es spricht mir aus der Seele. Lest es, denn es ist super!
FAZIT: Eindrucksvoll und gewaltig beeindruckend. Ein riesiges Highlight!
5 von 5 ☺