Leser-Rezension zu „Der Todesflieger” von Clive Cussler

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Verfasst von Gelöschter Benutzer
am 13.01.2008
 

Merkwürdiges ist im Gange als Dirk Pitt um Hilfe gebeten wird eine Reihe von “zufälligen” Pannen und Defekten auf einem NUMA* -Forschungsschiff, das Nähe Griechenland vor der Insel Thasos ankert, aufzuklären.
Noch merkwürdiger ist, das er, kurz nach erreichen des Luftraumes mit seiner Maschine, einen Hilferuf einer nahe gelegenen Luftwaffenbasis der amerikanischen Airforce aufschnappt die von einem unbekannten Flugzeug angegriffen wird.
Mit flotten Flugmanövern und einigen gezielten Schüssen seines Freundes und Weggefährten Al Giordino lässt sich der Feind in die Flucht schlagen. Jedoch kein hochgerüsteter Kampfjet hatte es auf die Basis abgesehen sondern ein knallgelber Doppeldecker aus den Beständen der deutschen Luftwaffen anno 1915.
Nach einem ereignisreichen Tag wie diesem hat sich Pitt eine ruhige Nacht mehr als verdient aber der Schlaf will sich nicht so recht einstellen so daß er in aller Herrgottsfrühe an den Strand geht um dort eine Runde zu schwimmen.
Dort trifft er auf die junge und (natürlich) attraktive Teri die ihn auf ein Abendessen zu sich nachhause einlädt. Soll heißen, zu ihrem Onkel bei dem sie wohnt. Jener scheint mit einer kleinen Flotte von Handelsschiffen, die er sein eigen nennt, zu seinem Geld gekommen zu sein.
Der Onkel stellt sich als Bruno von Till vor und brandmarkt sich hier auch gleich als Deutscher und bald auch als Superschurke.
Der Abend scheint lauschig zu werden bis die Sprache auf den Angriff mit dem alten Doppeldecker kommt. Von Till ist etwas brüskiert und scheint Dirk mit einem mal nicht mehr so nett zu finden. Pitt hingegen hat Blut geleckt und lässt nicht locker da er eine Spur vermutet.
Es kommt wie´s kommen muss:
Von Till wirft Pitt aus seinem Haus, nein nicht durch die Vordertür sondern durch eine Geheimtür die ihn in ein dunkles Labyrinth führt aus dem es kein entkommen gibt. Gut das er sich Minuten vorher das Buttermesser vom Esstisch gemopst hat, so hat er zumindest einen kleinen Hauch einer Chance gegen die Fleischfressende Bestie die schon im Dunkeln auf ihn wartet um ihm das Lebenslicht auszublasen…

Ganz schön aufregend was? Und ja, bevor die Frage kommt, es ist ein Buttermesser. Wenn man einen Clive Cussler liest darf man sich über nichts wundern.
[b]The Mediterranean Caper[/b] ist Cusslers zweiter Roman und somit eines seiner Frühwerke. Warum man damals zögerte ihn aufzulegen ist mir zwar kein Rätsel aber doch etwas unverständlich.
Der Schreiberling präsentiert einen straffen Plot den er, mit brauchbaren Charakteren, recht flott erzählt. Die Geschichte hat ihre spannenden Momente und wenn man nicht zu viel in punkto Charakterentwicklung und logischer Schlussfolgerung erwartet kann man mit diesem Buch mehr als glücklich werden.
Mit diesem Buch, wie auch mit seiner ganzen Dirk Pitt- Reihe (17 Bände), spricht Cussler eindeutig das Kind im Manne an. Wilde Abenteuer, exotische Schauplätze und (natürlich) schöne Frauen. Dieser Mix hat der Serie über die Jahre hinweg den Ruf eingebracht eine Mischung aus Indiana Jones und James Bond zu sein, wohingegen eher die frühere Periode mit Sean Connery ins Auge zu fassen ist. Dort waren die Guten noch richtig gut und die Bösen noch richtig böse so das in den Filmen wie auch in den Pitt- Büchern kein Antagonist unter der Minimumvoraussetzung “Superschurke” zu finden ist.
Auch Pitt scheint das Glück gepachtet zu haben. Egal wie brenzlig die Situation ist, irgendjemand/oder etwas, kommt ihm in der letzten Sekunde immer zu Hilfe so das er sich wieder herauswinden kann.
Diese leichte Comichaftigkeit, oder auch leicht überspitzte Darstellung der Charaktere dürfte wohl der einzig wirkliche Kritikpunkt sein für Leute die sich daran stören. Alle anderen finden einen netten Unterhaltungsroman den man am Sandstrand Griechenlands ebenso genießen kann wie am heimischen Baggersee bei 30° im Schatten.

*[i]National Underwater and Marine Agency[/i]

 

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Der Todesflieger Der Todesflieger
Clive Cussler

(17)  

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Der Todesflieger
von Clive Cussler

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