John Grady Cole macht sich in Cormac McCarthys Roman „All die schönen Pferde“ zusammen mit einem Freund auf den Weg nach Mexiko. Was als kleiner Ausflug geplant war, gerät schon bald in einen Kampf auf Leben und Tod. Auch, als die beiden Freunde sich aus den Augen verlieren und John in der jungen Rancherstochter eine Liebe findet, halten sie noch immer fest zusammen.
Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Ein gigantischer Epos über das Erwachsenwerden mit einer unglaublichen Liebe zur Natur und den Pferden geschrieben. Man erfährt viel über Mexiko, das Land in den 50er Jahren. Auch wenn ich mit Pferden nicht viel am Hut habe, dieses Buch war ein Erlebnis.
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„Grenzgänger“: Zwar kann das Buch nicht ganz an "All die schönen Pferde" ranschmecken, irgendwas geht immer ab wenn man dieses Buch kennt, dennoch schreibt McCarthy unvergleichlich, er beschreibt die Weitern, die Menschen, die Einsamkeit als hätte er es selbst durchlebt. Die Problematiken (Tod, Trauer, Einsamkeit) werden nicht kitschig sondern authentisch behandelt, seine Liebe zu den Pferden ist unbeschreiblich. Absolut lesenswert.
Billy Parham und sein Bruder Boyd reiten nach dem Tod ihrer Eltern nach Mexiko. Sie wollen die Pferdediebe zur Strecke bringen, die ihre Eltern ermordet haben und ihr Vieh wieder nach Hause holen. Aber schon bald entsteht ein Kampf auf Leben und Tod.
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„Land der Freien“ ist der 3. Teil von Cormac McCarthys sogenannter „Border-Trilogie“. Nach „All die schönen Pferde“ und „Grenzgänger“ ist dies der letzte Band zur Vollendung. Und, um die Geschichte besser verstehen zu können, sollte man die ersten beiden Bücher gelesen haben. Zwar handelt es sich nicht um Fortsetzungsgeschichten, aber die Protagonisten aus den ersten beiden Teilen John Grady Cole und Billy Parham tauchen nun zusammen auf und somit auch ein Teil ihres vorhergegangenen Abenteuers.
Auf der Farm von Mac haben die beiden Cowboys nun endlich etwas Ruhe gefunden. Nach Mexiko, über die Grenze zieht es sie nur, um ab und an in der Grenzstadt durch die Bars zu tingeln. Ansonsten arbeiten sie mit dem Vieh und John widmet sich dem Zureiten junger Pferde. Sein Können ist geschätzt, nicht nur was ihr Geschick, sondern auch, was ihre Psyche angeht. Von einem Pferdehändler wäre er abgeworben worden, doch ihm gefällt das geruhsame Leben auf der Ranch. Mit Billy findet er einen guten Freund, denn nicht nur die Geschichte scheint ähnlich, auch ihre Liebe zu Pferden und der Natur teilen sie.
Alles ändert sich, als John Grady in einem Bordell die 16-jährige Prostituierte Magdalena kennenlernt. Vom ersten Augenblick an ist er von ihr fasziniert und schon bald entwickelt sich Liebe daraus – beiderseitige. Denn, die junge Schöne möchte nicht in einem solchen Lokal arbeiten, sie sehnt sich nach jemandem, der sie versteht und sie so nimmt, wie sie ist. Allerdings verschweigt sie ihm ihre schwere Krankheit, die sie immer wieder auf fremde Hilfe angewiesen sein lässt.
John schickt Billy in das Bordell, damit dieser mit Magdalenas Zuhälter Eduarde spricht. Er möchte sie „freikaufen“, doch der aalglatte Mexikaner gibt zu verstehen, dass sie freiwillig hier ist, sie also jederzeit gehen kann, wenn sie dies möchte – doch angeblich wäre sie schon vergeben, sie werde nämlich in ein paar Wochen ihn heiraten.
Wie schon in den beiden ersten Teilen, beschreibt McCarthy wieder in seiner unvergleichlichen und einzigartigen Weise die Landschaft (New Mexico, Texas und Mexiko). Auch, wie er seine Protagonisten mit den Tieren umgehen lässt, findet man selten. Die spannungsgeladenen Szenen der ersten beiden Bücher lässt „Land der Freien“ allerdings leider vermissen. Vielmehr plätschert die Handlung stets dahin und erst im letzten Abschnitt steigt die Spannung. Aber auch dennoch ist es ein sehr gut geschriebener Roman.