Leser-Rezension zu „Kein Land für alte Männer” von Cormac McCarthy
am 1.09.2008
Cormac McCarthys "Kein Land für alte Männer" ist auf den ersten Blick ein richtiger (literarischer) Thriller und wurde nicht umsonst von den Coen Brüdern verfilmt. Dieses Buch ist aber, weil der Autor Cormac McCarthy heißt, noch viel mehr (als ein Thriller) und gehört sicherlich (wie alle Bücher dieses Autors) zum besten, was man je gelesen hat, bzw. je lesen wird. "Kein Land für alte Männer" geht das von allen McCarthy Büchern höchste Tempo, ein Tempo, bei dem man sich zwingen muß, nicht zu schnell zu lesen, weil man sonst den wahren Sinn des Buches (und die Schönheit dieser Prosa) verpasst. Beklemmend die Szenen, bei denen "so nebenbei" getötet wird, fantastisch die Beschreibungen (schon nach den ersten Kapiteln ist man in jeder Hinsicht im Buch), großartige, knappe Prosa; kurz- ein Buch, das wie ein Faustschlag in der Magengrube trifft. (Schlecht ist dieses Buch leider nur für das Buch, das man danach liest...) Wann bekommt dieser Mann endlich den Nobelpreis ?

