Leser-Rezension zu „Digital Fortress” von Dan Brown
am 2.02.2011
"Digital Fortress" (unter dem deutschen Titel "Diabolus" zu finden) ist ein weiterer , oftmals spannender Roman von Dan Brown, der bereits 1998 erschien.
In diesem Buch geht es nicht etwa um religiöse Geheimverbände oder mysteriöse Symbole, sondern um das Thema Internetspionage und um die Technik der Regierung, die es ihnen ermöglicht ihre Bürger zu überwachen...indem sie ihre Mails liest, Telefonate aufzeichnet etc..
Als "Digital Fortress" erweist sich ein Code, der die Codebrechermaschine TRANSLTR der US-Geheimorganisation NSA an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringt. Der milliardenschwere Supercomputer ist plötzlich außer Stande einen neuen Code zu knacken. Schon bald ist klar, dass der frühere Mitarbeiter Ensei Tankado offenbar das Unmögliche erschaffen hat - einen unbrechbaren Code. Er fordert die NSA auf, die Welt über TRANSLTR zu informieren und damit zuzugeben, dass die Privatsspähre ausspioniert wird. Weigert sich die NSA, will er den Codeschlüssel preisgeben und somit auch die Verbrecherbekämpfung auf dem Level der Decodierung zurückwerfen.
Um dies zu Verhindern wird die beste Chryptoghraferin der Abteilung, Susan Flechter, gerufen und ihr Verlobter David Becker findet sich plötzlich auf einer geheimen Mission in Spanien wieder...und im Visir eines Auftragskillers. Die Zeit rennt und das finale Desaster rückt unaufhaltsam näher...
Dieser äußerst technische Thriller Dan Browns hatte duchaus seine fesselnden Momente, war jedoch für mich als weniger technik- und computerbewanderte Leserin teils zäh aufgrund all der technischen Termini. Ganz nach Browns Manier ereignet sich die Jagd nach dem Code mal wieder an einem einzigen Tag, was auch in seinen anderen Romanen auf die Spitze getrieben und unglaubwürdig wirkt. Aber dies ist nunmal die Freihet des Autors. Spannender fand ich hingegen die Passagen mit David Becker und seiner Spanienmission (sicher ganz einfach deswegen, weil mir hier keine technischen Begriffe um die Ohren flogen). Themenmäßig zwar interessant, reicht dieser Roman für mich trotzdem nicht an Sakrileg und Illuminati heran.

