Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Dan Brown philosophiert über Gott und die Welt
Robert Langdon, berühmter Symbologe, wird von seinem Freund Peter Solomon zu einem Vortrag kurzfristig nach Washington, D.C. eingeladen. Doch als Langdon statt eines Publikums nur Peters abgetrennte Hand vorfindet, schwant ihm, dass hier etwas schrecklich falsch läuft. Von einem vermeintlich Verrückten erhält Langdon ein Ultimatum, wenn er das Leben seines Freundes retten will: er muss bis Mitternacht das Rätsel um die Pyramide der Freimaurer lösen. Zur Seite steht ihm dabei Solomons kluge und attraktive Schwester Katherine, die selbst Forschung im Sinne der Freimaurer betreibt. Doch Mal'akh, der Entführer Solomons ist nicht der Einzige, der sich für die Geheimnisse des mächtigen Bundes interessiert. Denn schnell haben Langdon und Katherine das CIA auf dem Hals. Und als wäre das nicht genug, duldet Mal'akh keine Zeugen seiner Erkenntnisse ...
Was soll ich zu diesem Buch sagen? Als Dan-Brown-Fan habe ich lange auf dieses Buch gewartet und gefiebert. Umso größer die Freude, als es unterm Weihnachtsbaum lag. Doch im Laufe des Lesens stellte sich langsam Enttäuschung ein ... Weg von der christlichen Kirchenlehre widmet sich Dan Brown dieses Mal explizit den Freimaurern und der Geschichte Amerikas. Nach Frankreich und Italien ist Langdon dieses Mal in den USA unterwegs und bietet Einblicke in eine der mächtigsten Städte der Welt: Washington, D.C. Zweifellos ist Dan Brown auch dieses Mal wieder der Meister der modernen Schnitzeljagd mit mystischen Hintergründen, historischen Fakten und gefährlichen Gegnern. Und trotzdem hat mir dieses Mal etwas gefehlt. Er reißt neue und sehr interessante Themen an, wie Katherine Solomons Forschung im Feld der Noetik, lässt jedoch das Potential, das diese für die Geschichte bieten könnte, völlig ungenutzt. Es wirkt eher wie eine Zusatzinformation. Auch wenn sich Spannung aufbaut, wird doch mit der Ankündigung, die Welt werde niemals wieder die gleiche sein, Großes suggeriert. Auch das blieb aus und mir wurde die ganze Zeit über das Weltbedrohliche an der Situation überhaupt nicht klar. Zudem wirkt der Bösewicht Ma'lakh eher völlig verrückt als wie eine Bedrohung. Seine Obsession mit der Suche nach einem Wort - und nichts Materiellem - ist für mich wenig nachvollziehbar. Kann ein einzelnes, vorsichtig gehütetes Wort derartig viel Macht und Angst auslösen?
Alles in allem ist mir Browns neues Werk zu metaphysisch und zu wenig bodenständig. Große Teile des Buches handeln von Religion und Glauben und langatmige Konversationen und Diskussionen beschäftigen sich damit. Auch am Ende des Buches, nachdem die eigentliche Jagd bereits beendet ist, philosophieren Browns Charaktere noch zwanzig Seiten lang über Religion und esoterische Weisheiten. Auch die Auflösung des Geheimnisses der Freimaurer fehlte mir und wirkte eher wie viel Wind um nichts. Als Fazit bleibt für mich nur zu sagen, dass dieser langersehnte dritte Band über Robert Langdon für mich als Fan eine einzige Enttäuschung war und ich ganz fest die Daumen drücke, dass der nächste Band, erstens, nicht so lange auf sich warten lässt und, zweitens, wieder besser wird.
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