Mitleid mit dem Serienkiller!
Inhalt:
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Der fünfzehnjährige John führt ein ganz anderes Leben als seine Schulkollegen. Sein Vater hat die Familie vor Jahren verlassen und er hat keinen Kontakt zu ihm. Seine Mutter und Tante sind Leichenbestatterinnen und für John ist es normal bei der Einbalsamierung der Leichen mitzuhelfen. Regelmäßig geht John zu einem Psychologen, da er sich zu sehr für Serienkiller interessiert. Ist aber auch kein Wunder, da John glaubt selbst ein Serienkiller zu werden. Deshalb hat er für sich Regeln im Umgang mit seinen Mitmenschen aufgestellt. Diese beginnen aber zu bröckeln, als in seiner Heimatstadt ein Serienkiller brutal mordet.
Als Soziopath empfindet John auch nichts dabei, als er plötzlich Zeuge an einem Mord wird. Doch er kann gut und böse unterscheiden und setzt es sich zum Ziel den Serienkiller zu töten. Doch dazu muss er seine eigenen Regeln brechen und das Monster in ihm selbst freilassen. Doch John hat keine Wahl, er kennt den Serienkiller und niemand würde ihm glauben schenken.
Meine Meinung:
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Um es gleich mal vorweg zu schicken, ich finde das Buch klasse! John erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive und man bekommt so einen sehr guten Einblick in seine Gefühlswelt. Diese Welt unterscheidet sich von anderen, denn immerhin ist John ein Soziopath und muss sich nicht von seinen Gefühlen leiten lassen. Ich finde es sehr erfrischend, da man nicht mit dem ständigen, Was soll ich tun? Mach ich auch das moralisch Richtige? überfüllt wird. John handelt einfach. Die einzigen Bedenken die er hegt, ist seine Angst das Monster in ihm herauszulassen. Er hat angst davor ein Serienkiller zu werden und da er aber die Bürger von dem Serienkiller befreien will, muss er sich genau mit den Gedanken rund um das Töten auseinandersetzen. Dies führt ihn teilweise sehr nahe an den Abgrund.
John ist ein kleiner Stalker, ohne Mitgefühl und dennoch ist er mir sympathisch. Man kann sich gut in seine Gedankenwelt einlesen und zu keiner Zeit ging er mir auf die Nerven. Seine Regeln scheinen auch zu funktionieren, denn immerhin zeigt er gewisse Grundtendenzen für das Morbide.
Das Buch startet schon mal gut mit den Beschreibungen über das Einbalsamieren und ist sicher nicht jedermanns Sache aber es gehört zum Leben dazu. Die beste Wendung erfährt das Buch, als John den Mord sieht. Damit habe ich nämlich nicht gerechnet und ich möchte auch nicht zuviel verraten. Jedoch hatte ich irgendwie Mitleid mit dem Serienkiller. Der Autor hat es gut verstanden, nicht alles gut und nicht alles schlecht zu zeichnen. Leider kann ich nicht zu weit ausholen und ins Detail gehen, da ich sonst zuviel verraten würde und ich möchte ja, dass jeder Spaß an dem Buch findet. Sofern man mit Blut und Mord umgehen kann.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Da ich die Geschichte so auch nicht erwartet hatte und ich John sympathisch fand. So gesehen ist er ein normaler Junge, der anfängt sich für Mädchen zu interessieren und eine Mutter hat, die ihn nervt. Der einzige kleine Fehler, er wird wahrscheinlich zum Serienkiller mutieren.
Ich möchte unbedingt wissen wie es weiter geht und die beiden nachfolgenden Teile habe ich schon auf meinem Wunschzettel vermerkt.
Die Geschichte ist einfach wieder mal sehr erfrischend, der Schreibstil ist flüssig und ich war zu keiner Zeit gelangweilt. Das Buch kann mit einem Überraschungsmoment aufwarten und es bedarf dazu keinerlei Erklärung. Es ist wie es ist und ich brauche dazu keine Antworten. Neugierig? Ich empfehle es jedenfalls weiter!