Leser-Rezension zu „Ich bin kein Serienkiller” von Dan Wells
am 16.08.2010
"Ich bin kein Serienkiller" beginnt eigentlich schon recht interessant. Ein 15jähriger Teenager, Soziopath, sehr an Serienmördern interessiert und außerdem schon sein ganzes Leben mit dem Tod in Berührung gekommen, durch das Beerdigungsinstitut seiner Mutter, kämpft mit sich und dem Leben und versucht so gut es geht zurecht zu kommen, obwohl er anders ist als alle anderen in seinem Alter. Als dann schließlich in seiner kleinen Stadt ein echter Serienkiller sein Unwesen treibt, kann auch John sich nicht weiter beherrschen und wirft alle Regeln über Bord ...
Den Anfang des Buches fand ich wirklich sehr, sehr gut. Die Gefühlswelt von John wird gut beschrieben und auch das Thema ist ein sehr spannendes. Dann entwickelt sich die Geschichte allerdings in eine Richtung, die ich nicht erwartet hätte. Es fließen ziemlich phantastische Elemente mit ein, was ich recht schade finde, denn das Buch hätte genauso gut - und meiner Ansicht nach noch glaubhafter - ohne Fantasy funktioniert. Als Thriller deklariert hatte ich nicht damit gerechnet und war doch schon enttäuscht, dass die Geschichte eine solche Wendung nahm, obwohl ich mir etwas realistischeres gewünscht hätte.
Ansonsten war das Buch allerdings gut zu lesen und auch die Optik gefällt.

