Leser-Rezension zu „Ich bin kein Serienkiller” von Dan Wells
am 1.06.2010
Er ist KEIN Serienkiller
Man muß es sich nur lange genug einreden, dann wird man auch zum Serienkiller. Zumindest erscheint es John Wayne Cleaver so. Allein, weil er seinen Namen von ehemaligen Serienkillern hat, reicht ihm das schon fast. Wenn man dann noch seine absolut verqueren Gedanken liest, ist der Killer komplett. Um sich von diesem Weg abzubringen, hat John Regeln für sich aufgestellt, die ihn daran hindern sollen, doch noch ein Serienkiller zu werden. Mit Leichen hat er eh schon zu tun, da seine Mutter ein Bestattungsunternehmen hat. Und wie sollte es anders sein, treibt irgendwann ein Serienkiller in Johns Heimatort sein Unwesen. John fällt an den Leichen ziemlich zügig auf, dass Körperteile oder Organe fehlen. Wer sammelt solche Souvenirs und wozu? John wird es bald erfahren...
Den Verlauf der Geschichte habe ich so nicht erwartet, aber trotz der total querdenkenden Handlung und der absurden Idee hat es mir gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, es geht zügig voran. Insgesamt gibt Dan Wells ein schnelles Tempo vor, ohne Umwege geht es durch die Handlung, ohne großes Federlesen kommt er auf den Punkt. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

