Rezension zu "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer

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xblaux

Vor 3 Jahren

(20)

Wie viele andere Leser, wurde ich durch Lobeshymnen der Presse auf dieses Buch aufmerksam und hab es mir zu Weihnachten gegönnt. Spontan, war ja gar nicht teuer.
Teuer ist nur der Schlaf der mir jetzt fehlt, 4:45h morgens. In knapp 3 Stunden durch das Buch gerast, bei jedem Kapitel kurz davor vernünftig zu sein und zu schlafen.
Aber wie Emmi und Leo sich gegenseitig, haben mich die beiden Charakter fasziniert. Wie oft ist man von einer guten Konversation, einem schönen Abend mit einem guten Gespräch begeistert und danach angeregt und aufgewühlt. Hier geschieht dies alles in bequemer Anonymität der beiden Protagonisten. Es ist der Mix aus den großen, tiefschürfenden Unterhaltungen im Leben und den kleinen frechen Sprüchen, die dieses Band herstellen. Für beide nach Monaten bereits lebenswichtig, ein Antrieb - noch eine Mail heute, wann kommt die nächste Mail.
Und plötzlich ist die Ungewissheit nicht mehr bequem, sondern nur noch nervenaufreibend. Wann treffen wir uns? Sollten wir uns treffen? Was passiert dann? Was erwarten wir von einander? Kann diese virtuelle Anziehungskraft auch von Angesicht zu Angesicht wirken, was wenn nicht?
Fragen über Fragen mit denen sich Emmi und Leo über Monate immer wieder konfrontiert sehen um ein Treffen zu vereinbaren.
Bis Leo eine überraschende E-Mail erhält von der Emmi nichts wissen darf.
Die Geschichte ist so einfach gebaut dass sie leicht zu verstehen, aber durch die Intensität auch so verdammt schwer aus den Händen zu legen ist. Mehr davon! Mehr. Mehr. Mehr. Meister Glattauer.

Autor: Daniel Glattauer
Buch: Gut gegen Nordwind
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