Leser-Rezension zu „Ruhm” von Daniel Kehlmann

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Heike110566 Heike110566
Verfasst von Heike110566
am 21.01.2010
 

Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb über den Autor: "Daniel Kehlmann, die größte Begabung der jüngeren deutschen Literatur". Dem kann ich voll zustimmen.. Dies ist er tatsächlich. Auch aus meiner Sicht.
Daniel Kehlmann (geboren 1975) hat einen besonderen Stil. Nicht nur was die Art und Weise der Sprache betrifft, sondern auch den Aufbau der Romane. Wie "Die Vermessung der Welt" ist auch der 2009 erschienene Roman "Ruhm" in Episoden aufgebaut.
In den Episoden wechseln die Hauptdarsteller. Immer steht eine andere Person im Mittelpunkt, während die anderen in verschiedenen Episoden dann als Nebenpersonen erscheinen.
Den Rahmen bilden zwei Episoden, die zweite und neunte in dem Buch, wo ein Schriftsteller namens Leo Richter im Mittelpunkt steht. Dazwischen liegen Episoden, wo es um Menschen geht, die in irgendeiner Form eine Beziehung zu Richter bzw der Literatur, wenn auch manchmal über Umwege, haben.
Dem beschriebenen Hauptteil ist eine Episode vorangestellt, die auf den ersten Blick in der Rückbetrachtung auf das Buch, losgelöst erscheint, aber bei genaueren Hinsehen doch einen wichtigen Moment für den Roman darstellt. In ihr wird der eigentliche Protagonist des Romans, das Mobiltelefon, eingeführt, dass in jeder der Episoden und für jeden der Episoden-Hauptakteure eine besondere Bedeutung hat. Auf dieses Ding-Symbol und dessen "Ruhm" bei uns Menschen, läßt sich auch der Titel des Romans am Besten rückbeziehen.
Kehlmann schreibt in einer gefälligen ironischen Art und Weise, setzt gezielt Pointen und bietet unerwartete Wendungen. Inhaltlich sind es aber oft bei diesem Roman übertrieben irreale. Die erzählten Geschichten sind in der Form, also inhaltsbezogen, völlig absurd und wirklichkeitsfremd. Dies ist etwas, was mir weniger an "Ruhm" gefällt. - "Ruhm" ist gut, bleibt aber, zumindest bei mir, einiges hinter "Die Vermessung ..." zurück.

 

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Daniel Kehlmann

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