Leser-Rezension zu „Ruhm” von Daniel Kehlmann
am 15.01.2012
Nun ja, einen Roman in neun Geschichten hat bereits im Jahre 1999 David Mitchell mit 'Ghostwritten' (dt. Chaos) abgeliefert. Also daher nichts neues von Herrn Kehlmann im Jahre 2009. Alle Geschichten plätschern mehr oder weniger seicht um das Gravitationszentrum "Ruhm" herum. Auch Themen wie 'Identität', 'Mobiltelefone' und 'Internet' sind mit von der Partie, um dem Leser wohl zu suggerieren, dass man 'up to date' ist. Aber bitte, Herr Kehlmann, im Jahre 2009 noch mit den 'Neuen Medien' jonglieren, sie doch nicht, oder doch?
Es war mein erstes Buch von Daniel Kehlmann und es sollte das Präludium zu "Die Vermessung der Welt" werden, die hoch gelobt wurde. Nun bin ich etwas skeptisch, denn: Obwohl an manchen Stellen recht unterhaltsam, bleibt auch mit Interpretationshilfe dieses schlanke Büchlein ein blutleerer Designer-"Roman", der im verkrampften Ausdruck eines Pennälers daherkommt.

