Leser-Rezension zu „Die Zahl” von Daniela Larcher

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SonnenBlume SonnenBlume
Verfasst von SonnenBlume
am 13.02.2011
 

Im verschlafenen Landau, einem Dorf mitten in den tiroler Bergen, ist das Leben alles andere als spektakulär. Besonders für die beiden Polizisten Bender und Morell gibt es nicht viel Arbeit, außer herauszufinden, wer den Weihnachtsengelchen hässliche Bärte aufgemalt hat. Morell hat sich vor ein paar Jahren von Wien nach Landau versetzen lassen, weil ihm die Arbeit in der Mordkommission zu sehr auf die Nieren geschlagen hat. Und dann bringt, sehr zu Morells Unmut, jemand Joe Anders um, einen nicht gerade beliebten Dorfbewohner. Der Leichnam wird grausam zugerichtet und auf eine groteske, abartige Weise präsentiert: Am 12. Dezember, kopfüber, mit gespreizten Armen und Beinen auf einem Baugerüst an der Kirche aufgehängt, auf der Stirn die römische Ziffer XII eingeritzt.

Anfangs treten die beiden Ermittler auf der Stelle; jeder ist verdächtig, so gut wie jeder hat ein Motiv. Erst als Leander Lorentz eher unfreiwillig von Wien nach Landau kommt, um der Totenmesse seines ehemaligen Freundes Joe beizuwohnen, kommt die Sache ins Rollen. Denn schon kurz nach dem ersten Mord wird das beschauliche Dörfchen eingeschneit und somit von der Außenwelt abgeschnitten. Leander bekommt von einem Unbekannten einen Brief mit vier Zeilen, in denen je drei Worte stehen. Drei mal vier ist gleich zwölf. Anfangs nimmt Leander den Brief nicht ernst, aber dann wird ihm bewusst, was das zu bedeuten hat: Er muss das Rätsel lösen, um das nächste Opfer zu retten! Gemeinsam mit der Innsbrucker Gerichtsmedizinerin Nina Capelli, die ebenfalls eher unfreiwillig in Landau geblieben ist, dem Chefinspektor Otto Morell, dessen Kollege Robert Bender und einigen anderen Helfern lösen sie das Rätsel. Aber zu allem Übel bleibt es nicht bei diesen beiden Morden ...

Das Buch hat Spaß gemacht, und zwar so richtig! Normal lasse ich mich einfach überraschen, wer der Mörder ist, aber dieses Mal habe ich wirklich mitgerätselt. Ich hatte zwar immer die falsche Person im Visier, aber ich konnte mich damit trösten, dass die Polizisten ebenfalls diesen Menschen verdächtigten. Morell erinnerte mich immer an den Bullen von Tölz, Kommissar Hofer von den Rosenheim Cops und Commissario Brunetti von Donna Leon, aber das hat mich ehrlich gesagt nicht weiter gestört.
Das Buch hat auch gleich noch ein paar Pluspunkte gesammelt, weil es in Tirol spielt. Ich, als waschechte Tirolerin, muss das ja positiv werten, zumal die Autorin auch sehr sympathisch rüberkommt in Interviews und Mails, die ich mit ihr geschrieben habe.
Allerdings haben mir die Zitate am Anfang der Kapitel nicht so gut gefallen, weil ich sie schlichtweg nicht verstanden habe, deshalb habe ich sie später einfach nicht mehr gelesen. Dieser eine Minuspunkt wurde aber damit wettgemacht, dass die Autorin die Morde schonungslos beschrieben hat.

 

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Die Zahl Die Zahl
Daniela Larcher

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krimi, österreich, mord, tirol, landau

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Die Zahl
von Daniela Larcher

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