Klappentext
Acht junge blonde Frauen sind in Los Angeles ermordet worden und das FBI hat nur eine einzige Spur: Der Killer sucht sich seine Opfer via Internet. Über die Datenautobahn zapft er vertrauliche Informationen aus Arztpraxen, Versicherungen und Universitäten ab, mit deren Hilfe er seine Opfer in die Falle lockt. Als der Killer in einen Rechner der Universität einbricht, gelangt ein hochintelligentes Programm der Wissenschaftlerin Tessa Lambert ins Internet. Das Programm erweist sich als Meister der elektronischen Manipulation und entwickelt ein gefährliches Eigenleben: Er verlangt von dem Killer, Tessa zu töten, denn nur sie kann ihre "Schöpfung" jemals wieder löschen...
Tessa Lambert arbeitet an einer künstlichen Intelligenz, sie weiß nur, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Wie weit sie wirklich ist, wird ihr erst bewusst, als ein Serienkiller aus LA zufällig in ihren Rechner in Oxford eindringt. Auf seiner Suche nach Informationen über seine nächsten Opfer durchstreift er das Internet. Das Programm, oder die künstliche Intelligenz, hat nun einen Ausgang gefunden, gelangt ins weltweite Datennetz und ist völlig verwirrt von den neuen Eindrücken.
Es sieht Tessa als seinen Feind an, da sie es aus dem Netz löschen will, also versucht es sie zuerst zu töten.
Der Serienkiller könnte dem Programm nützen um Tessa zu beseitigen, ein Mensch, für die Welt in der nicht alles elektronisch zu bewältigen ist.
Doch auch der Mörder wird seinerseits gejagt. Eine Chance sehen die zuständigen Behörden für die Aufklärung der Morde, wenn sie jeder Spur folgen. Tessa Lambert wurde in diesen Zusammenhang auch genannt, da Ermittlungen ergeben haben, dass der Mörder in ihren Rechner eingedrungen ist.
Tessa arbeitet mit Hochdruck mit einer Kopie des Programms. Sie will dem außer Kontrolle geratenen Programm eine moralische Komponente implementieren.
Das Buch ist leicht zu lesen, kurze, manchmal nur 2-3 Seiten lange Kapitel sind angenehm, gerade in Wartezimmern oder Zügen, wenn man zur ungünstigsten Zeiten aufgerufen wird oder umsteigen muss.
Die Personen sind eher etwas stereotyp, etwas flach. Der FBI-Agent der mit seinem Leben und dem Job nicht klar kommt und ein Problem ohne Alkohol hat, die hochintelligente Wissenschaftlerin, die beziehungsunfähig ist und sich in Arbeit vergräbt, das alles hat man schon einmal gelesen. Trotzdem ist es nicht langweilig, eher gewöhnlich, das ist es aber im besten Sinne.
Ein interessanter Aspekt ist das künstliche Bewusstsein, dass Tessa geschaffen hat. Hier wird die Welt der Philosophie angekratzt. Was ist Bewusstsein, welche Rolle spielen wir in der Welt und schließlich: Wie überzeugt man ein Wesen von seiner Existenz? Natürlich werden diese Fragen nicht beantwortet, es ist ein Science-Fiction Thriller und nicht Sofies Welt.
Ein Buch für zwischendurch und mittendrin, wer gerne seichte Thriller mit philosophischen Aspekt und Computerkriminalität mag.