Leser-Rezension zu „In alter Vertrautheit” von David Foster Wallace
am 18.08.2009
So kann es gehen. Da raschelt es wegen der Ankündigung einer opulenten Neu-
veröffentlichung im Blätterwald, wird das nächste große Ding angekündigt und dann das. Beim "Ausprobieren" des neuen Geheimtipps, also beim Lesen eines seiner Bücher will nicht die rechte Durchhaltestimmung aufkommen. Zweifellos bedient Wallace ein neues Genre mit seinen Storys, doch zu gewöhnungsbedürftig ist sein Stil. Wortgewalt und Kenntnis um den Aufbau einer Geschichte sind ihm nicht abzusprechen, doch seine überlangen Sätze ermüden schnell und bauen nicht den Fluss auf, den man bei der inhaltlichen Aufnahme eines Textes nun mal braucht (ich zumindest), um "bei der Stange zu bleiben. Die Vorstellung, dies über 1600 Seiten, die sein Hauptwerk beinhalten, durchhalten zu müssen, hat etwas leicht grenzwertiges. Nun wird man mir vorwerfen, ich sei einfach nicht in der Lage, großartiges zu entdecken und ich habe ja auch nur eines seiner Bücher gelesen, aber sorry, lesen ist nun auch mal eine subjektive Erfahrung und mich spricht es nicht an. Deshalb keine Wertung.

