Leser-Rezension zu „Plötzlich Shakespeare” von David Safier
am 31.07.2010
Rosa hat Liebeskummer und fühlt sich als wenn das Leben keinen Sinn mehr hätte. Vor lauter Selbstmitleid sieht sie nicht ein, dass Jan sowieso nicht der Richtige gewesen wäre. Wie der Zufall es will, kreuzen sich die Wege von Rosa und einem Hypnotiseur, der meint, dass die Lösung ihrer Probleme in einem früheren Leben zu finden sind.
Rosa glaubt nicht mehr an die Liebe und hat somit schlechte Karten schnell wieder in die Gegenwart zurückzukehren. Denn der Hypnotiseur hat sie in die Vergangenheit gependelt. Und zwar in das Jahr 1592. In den Körper eines Mannes. In den Körper von William Shakespar persönlich. Was sie jetzt tun muss? Sie muss herausfinden was die wahre Liebe ist.
Und die Situation in diesem Jahrhundert ist etwas anders, sie muss aufpassen nicht umgebracht zu werden, denn wie es scheint ist sie nicht die einzige, die Probleme hat. Und so ist es umsomehr kompliziert Shakespeare zu erklären, dass in seinem Körper eine Frau steckt.
Im Laufe der Zeit "gewöhnen" sich die beiden an diesen äußerst ungewöhnlichen Umstand und versuchen dies natürlich rückgängig zu machen. Und nicht nur ein Hindernis steht ihnen dabei im Weg. Unter anderem werden sie plötzlich in Rosas Zeit transportiert, welche völlig neu für Shakespeare ist. Fernsehen, Autos und High Heels sind unter anderem Dinge von denen er noch nie gehört, geschweige denn auf ihnen gegangen ist. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.
In dieser Zeit kommen sich die beiden immer näher, bis sie ernste Gefühle füreinander haben. Doch wie will man eine richtige Beziehung führen, wenn man nur einen Körper hat?
Rosa will sich nicht mehr von ihm trennen, denn ohne in einem Körper zu sein, können sie gar nicht zusammen sein. Ein tragisches Ende trennt sie schließlich, doch die beiden kehren beide nicht wieder in ihren eigenen Körper zurück, ohne dass Rosa die Antwort auf ihre Frage gefunden hat. Nämlich was die wahre Liebe ist.
Eine nette Geschichte mit lustigen Dialogen, bei dem ein oder anderen ich auch richtig lachen musste.
Das Buch ist in einer sehr einfachen Sprache geschrieben, es kommt einem fast so vor, als wenn man das eben mal selber mal hingeschrieben hätte. Es sind ganz einfache Gedanken, verschiedene Meinungen und Kommentare in eigenartigen Situationen. Alles in allem eine süße Geschichte.

