Rezension verfasst vor 1 Woche
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Rosa ist am Boden zerstört: Ihre große Liebe Jan wird eine andere heiraten und dabei ist sie fest davon überzeugt, dass Jan und sie für einander bestimmt sind. Rosa badet in Selbstmitleid und ist davon überzeugt, nie mehr glücklich werden zu können, doch dann wird sie von dem Zirkus-Zauberer Prospero in eines ihrer früheren Leben zurückversetzt und kann erst wieder in die Gegenwart zurück, wenn sie die wahre Liebe gefunden hat. Doch das stellt sich als ger nicht so einfach heraus, denn sie landet ausgerechnet im Körper von Shakespeare und der hat im Moment schon genug Probleme. Die Queen möchte, dass er (bzw. Rosa, die nun seinen Körper kontrolliert) dem Earl of Essex hilft, die hübsche Gräfin Maria zu erobern, damit der Earl dann (glücklich verliebt) in den Krieg gegen die Iren ziehen kann. Blöd nur, dass Shakespeare die Gräfin sehr attraktiv findet und der Earl gewisse Ähnlichkeit mir Rosas Ex Jan hat.
Die erste "Vierecksbeziehung mit nur 3 Körpern" nimmt ihren Lauf...
Inhalt und Idee
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David Safier scheint eine Vorliebe für verrückte Liebesgeschichten und für Wiedergeburten zu haben. Anders als in "Mieses Karma" können sich die Menschen hier in der Regel nicht mehr an ihre früheren Leben erinnert.
Die Idee, dass ausgerechnet "Frauenklischee" Rosa in einem früheren Leben der berühmte Dramatiker William Shakespeare war ist wirklich sehr interessant und es ist einfach herrlich, wie Rosa entsetzt feststellt, dass "ihre Strumpfhose sich vorne so komisch ausbeult".
Auch die ganzen historischen Persönlichkeiten ( die Queen, Sir Francis Drake usw...) sind zwar nicht historisch korrekt (davor warnt der Autor bereits zu Beginn des Buches), tragen aber wesentlich zum Amusement des Lesers bei.
Auch die Moral der Geschichte ist äußerst interessant (wenn auch etwas seltsam umgesetzt).
Sprache und Stil
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Das Buch ist hauptsächlich aus Rosas Sicht geschrieben, ab und zu wird es aber auch von Shakespeare erzählt. Es ist wirklich witzig zu lesen, wie er es eigentlich findet, dass eine Frau jetzt seinen Körper kontrolliert.
Aus der Sicht des Dichters ist das Buch natürlich etwas altmodisch geschrieben, aber in Rosas Perspektive kommt der "David-Safier-Stil" wieder durch.
Charaktere
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Rosa hätte (meiner Meinung nach) etwas mehr Tiefe nicht geschadet. In der Vergangenheit wird sie für meine Geschmack ein wenig zuuu schnell erwachsen.
Shakespeare fand ich dagegen recht gute beschrieben und die Nebenfiguren bleiben (was auch nicht schlimm ist) eher im Hintergrund.
Fazit
Eine wirklich amüsante, fantasievolle Liebesgeschichte mit einems ehr exzentrischen Paar, dass sie die Seele teilt. So etwas gab es auf jeden Fall noch nie.
"Plötlzich Shakespeare" bietet gute Unterhaltung solange man keinen perfekt ausgearbeiteten historischen Roman erwartet.
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