Leser-Rezension zu „Der Carthago-Code” von Denis Lépée

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Quasi Quasi
Verfasst von Quasi
am 13.12.2009
 

Tommaso McDonnell, Unterwasserarchäologe, steht kurz davor, seinen größten Traum zu verwirklichen: Den Schatz der "Atlante", einem im 17. Jahrhundert versunkenen Schiff, vor der Küste Spaniens zu bergen. Er hat sich für dieses Projekt hochverschuldet, seine Ehe leidet darunter und seine Tochter Mathilde sieht er nur selten und ständig tauchen neue Probleme auf. Da bekommt er ein höchst lukratives Angebot für eine andere Expedition. Tommaso trifft sich mit dem Anwalt John Lowell in London, um Einzelheiten zu erfahren. Noch während ihres Treffens zieht Lowells Auftraggeber sein angebot zurück und kurz darauf explodiert eine Bombe im Westminster Palace. Tommaso reist nach Paris um den Auftraggeberdieser misteriösen Expedition, Paul Garcieux, aufzusuchen. Doch auch in Paris gab es Anschläge auf die französische Nationalversammlung und Garcieux ist ermordet worden. Tommaso begegnet Garcieuxs Tochter Claire - gemeinsam entdecken sie Unterlagen, in denen Zentren der Macht, darunter auch Paris und London, aufgeführt sind. Sie begeben sich auf die Suche nach Verbindungen zwischen Garcieux, seinen Forschungen, seinem Mörder und den Bombenanschlägen. Schnell steht Tomaso unter Mordverdacht und wird nicht nur von der französischen Polizei gesucht....

Ich bin an das Buch nicht mit allzu großen Erwartungen herangegangen; zwar hört sich der Klappentext spannend an, trotzdem hätte ich das Buch im Laden wahrscheinlich eher nicht gekauft. Ich habe es als Rezensionsexemplar erhalten und nachdem ich mich etwas eingelesen hatte, konnte mich Denis Lépée wirklich fesseln.
Die Hauptfigur Tommaso McDonnell reist in kürzester Zeit von einem Ort zum anderen, was einiges an Tempo in die Geschichte bring, jedoch manchmal auch etwas verwirrend ist. Besonders, wenn man sich mit den ganzen Gebäuden und Orten nicht so gut auskennt, kommt man als Leser nicht so schnell mit, auch wenn Lépée eine sehr bildhafte Sprache hat, wenn es darum geht Orte und Räume zu beschreiben.
Immer wieder strickt der Autor einzelne Kapitel ein, die über historische Figuren handeln und den aufmerksamen Leser ahnen lassen, wie alt der Carthago-Code ist, was er macht und wie verstreut er in Zeiten und auf der Landkarte zutage kommt.
Zwischendurch haben mir einige Details gefehlt, z.B. hätte der Autor manchmal etwas detaillierter über bestimmte Vorkommnisse schreiben können, statt dieses nur anzudeuten oder ganz wegzulassen. Das hat mir manchmal den Lesefluss etwas genommen: ein konkretes Beispiel möchte ich nicht anführen, da es zu viel Spannung nehmen würde.
Das Ende lässt einige Fragen offen und auch wenn ich das Ende so durchaus passen finde, lässt sich der Autor die Möglichkeit für eine Fortsetzung.
Positiv finde ich, dass der Autor im Nachwort schreibt, was Wahrheit und was Fiktion ist, oft fehlt mir das in Büchern dieser Art. Speziell bei Lépées Werk war es selbst für mich offensichtlich und so nicht zwingend nötig, soll aber trotzdem gelobt werden!
Insgesamt ein Thriller im Stil von Dan Brown, ich gebe 8 von 10 Punkten!

 

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Der Carthago-Code Der Carthago-Code
Denis Lépée

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Der Carthago-Code
von Denis Lépée

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