Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Bart de Wit übernimmt das Morddezernat in Kapstadt und will seine Vorgesetzten durch Aufklärungserfolge und eine gesunde, fitte Mannschaft erfreuen. Für Benny Griessel heißt das, einen Alkoholentzug durchzustehen und für Mat Joubert, Diät zu halten und das Rauchen aufzugeben. Doch das ist noch nicht alles. Seit dem Tod seiner Frau vor 2 Jahren ist Mat depressiv, unberechenbar und kaum noch einer seiner Kollegen möchten mit ihm arbeiten. De Wit hat ihn auf dem Kieker und Mat muß zur Psychotherapie.
Doch Südafrika würde seinem Ruf nicht gerecht, wenn die Polizisten sich einfach um sich kümmern könnten. Ein Geschäftsmann wird erschossen auf einem Parkplatz aufgefunden. Die Maschinerie startet und die Polizei findet rasch heraus, daß das Opfer viele Liebschaften hatte. Eine Beziehungstat also? Oder die chinesische Mafia? Parallel wird eine Bank ausgeraubt von einem ungewöhnlich charmanten Täter. Bevor Verdächtige ermittelt werden können, erfolgt sogleich ein 2. Mord, diesmal wird ein Goldschmied beim Nachhausekommen in seinem Auto erschossen. Die Nachbarn tuscheln, er sei schwul gewesen. Endlich kommt das Ergebnis, beide Opfer wurden mit der gleiche Waffe erschossen: eine 100 Jahre alte Mauser. Ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen den Opfern zu geben. Joubert hat alle Hände voll zu tun, von de Wit nicht abgesetzt zu werden, sein Privatleben aufzuräumen und den Mörder zu identifizieren, der sich langsam aber sicher zu einem Serienkiller entwickelt.
Ich habe dieses Buch verschlungen. Obwohl ich schon ca. 150 Seiten vor Schluß ahnte, wo die Verbindung zwischen den Morden liegt und wer der Täter ist, hab ich jede Seite bis zum Schluß gefesselt gelesen. Meyer gelingt es, eine spannende Kriminalgeschichte zu erzählen und dabei das Zeichnen der Charaktere nicht zu vernachlässigen. Der Leser erfährt Initmes genauso wie Alltägliches und vor meinem inneren Auge sind sie alle zum Leben erwacht. Ich habe mitgelitten, mich mitgefreut, war mitbeschämt und traurig. Ein richtig guter Krimi für alle, denen es nicht so sehr auf blutige Details, sondern mehr um die menschlichen Ab- und Hintergründe geht.
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