Rezension verfasst vor 3 Jahren
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Oft wurde dieser Roman mit "Verführung" übersetzt, obwohl mir "Überredung" als weitaus treffender erscheint, wird doch laut Vorgeschichte die 19jährige Anne Elliott von ihrer wohlmeinenden mütterichen Freundin Lady Russell überredet, den jungen Frederick Wentworth nicht zu heiraten und die Verlobung zu lösen, da dieser nichts besitzt und keinerlei Verbindungen zu den guten Häusern der Gegend hat.
Als Anne ihn acht Jahre später wieder trifft, hat sich so einiges geändert: sie selbst gilt als alte Jungfer und ihr Vater hat das Vermögen mehr oder minder durchgebracht, so dass sie ihr herrschaftliches Haus vermieten müssen. Außer ihrem Ruf und ihrem Ansehen ist der Failie nichts geblieben, wohingegen Frederick es im Krieg zu Rang und Namen gebracht hat. Es ergibt sich, dass das ehemaliga Paar erneut miteinander verkehren muss....
Anne muss feststellen, dass sie ihn noch immer liebt, aber ihre Chancen in Gegenwart der jüngeren, lebensfrohen Musgrove-Schwestern und in Hinblick auf die damalige Kränkung denkbar schlecht stehen... es stellt sich die Frage, ob sie nicht doch eine Verbindung mit dem zuvorkommenden Cousin Mr. Elliott eingehen sollte.
Der Ausgang der Geschichte ist vorgezeichnet - aber wie immer liegt das Vergnügen darin, den gesellschaftlichen Umgang zu erleben, den lebensechten Charakterzeichnungen zu folgen und durch die spitze Feder der Autorin viel über die damaligen Verhältnisse zu erfahren.
Der Roman ist in den letzten Jahren zweimal neu verfilmt worden (USA 1995 und UK 2007), meiner Meinung nach ganz gelungen, auch wenn es immer einzelne Schwachstellen gibt.. Es lohnt sich auf jeden Fall!
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