Rezension zu "Toter geht's nicht" von Dietrich Faber

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Pepperann

Vor 1 Jahr

(8)

Faschingsumzug im Vogelsberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit, und am Ende wird ein Mann erschlagen. Der Tot war verkleidet: als Tod.

ZUM AUTOR:
(Quelle Rowohlt)
Dietrich Faber wurde 1969 geboren. Zusammen mit Martin Guth bildet er das international auftretende Kabarettduo FaberhaftGuth. Die beiden sind Gewinner zahlreicher renommierter Kabarettpreise. Der Autor lebt mit Frau und Sohn in der Mittelhessenmetropole Gießen. „Toter geht`s nicht“ ist sein Debütroman – aber nicht der letzte Fall für Kommissar Henning Bröhmann.

EIGENE MEINUNG:
Sie haben in letzter Zeit chronischen Lachmangel und finden einfach alles unlustig? Ihnen fehlt jeder Sinn für Humor und die Lachfalten um ihre Augen sind schon so glatt wie ein Kinderpopo? Dann hat Rowohlt Polaris genau das richtige Mittel für sie: Dietrich Faber und seinen Debütroman „Toter geht`s nicht“. Die Anwendung ist ganz einfach: drei Mal täglich mindestens 50 Seiten lesen, den Gefühlen freien Lauf lassen und laut los lachen. Nebenwirkungen: Bauchmuskelkater und verstörte Blicke ihrer Mitmenschen. Beachten Sie außerdem, dass ihre Lacher höchst ansteckend sind und sich schnell auf alle Leser dieses Krimis ausbreiten können.
Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann, dessen Leben eigentlich ruhig und ohne weitere Vorkommnisse verläuft, wird völlig aus der Bahn geworfen. Nicht nur, dass seine Frau Franziska ihn wegen dieser neumodischen Krankheit namens Burn Out verlässt, zu allem Übel passiert in seinem sonst so friedlichen Revier auch noch ein Mord. Und das ausgerechnet an Fasching. Der Zeit im Jahr, wo man seine Mitmenschen bei alkoholischen Getränken und „Bützchen“ eigentlich besonders gerne mag. Wie soll er das nur alles schaffen?
Es dauert eine Weile, doch dann entdeckt er eine heiße Spur, die ihn direkt in den „Wipp“ Beriech führt. Zu Schlagerstar Herr Bärt, dem Sänger von „Lass uns fummeln, Pummel“, einem alten Bekannten, der scheinbar nicht nur Fans auf dieser Welt hat.
Eine schwere Last ruht auf Bröhmanns Schultern, doch zum Glück hat er patente Kollegen, wie den ewig besserwisserischen und nervigen Teichner und die junge und sehr adrette Miriam Meisler. Im privaten Bereich sieht er sich neuen Aufgaben gegenüber: der Kindergarten Koch Ag, ins Leben gerufen von Wolle und Molli, dem Vorzeige Ehepaar,- er Langzeitstudent, sie irgendwie hippi-mäßig schräg drauf -, die voll in ihrer Elternrolle aufgehen und den Kindergarten unterstütz, wo sie nur können, was sie natürlich auch von Henning verlangen. Doch der hat ganz andere Probleme als seine Tätigkeit als Hilfserzieher im Kindergarten „Schlumpfloch“, denn zu Hause warten eine pubertierende Tochter, ein Bett nässender Sohn und ein furzender Hund namens Berlusconi. Außerdem ein schwieriger Kriminalfall, dessen Ermittlungen durch die ständige Einmischungen von Bröhmanns Vater, ehemaliger Polizist, nicht gerade vereinfacht werden.
Witz und Humor, das sind sicherlich die Steckenpferde von Dietrich Faber, doch er kann auch anders, denn in „Toter geht`s nicht“ bekommen die Leser es nicht nur mit einem echten und findig ausgeklügelten Kriminalfall zu tun, sie erleben auch die Eheprobleme, die Mitten aus dem realen Leben gegriffen sein könnten, hautnah mit. Eine wirklich gelungene Paarung, die diesen Krimi aus der reihe, der aktuell modernen Regionalkrimis hervorhebt.
Ganz besonders gut gefallen hat mir nicht nur, dass es zu geht, als würde der Roman im Dorf um die Ecke spielen, sondern auch, dass Bröhmann ein ganz normaler Mensch mit Ecken und Kanten (und davon hat er nicht zu wenig) ist.
Die Schreibe des Autors ist spannend und man folgt seiner Erzählung so gern, dass ich das Buch in einem Rutsch durch gelesen habe. Hierbei mochte ich vor allem die Passagen, in denen „hessisch gebabbelt“ wurde.

FAZIT:
„Toter geht`s nicht“ ist eine Krimi Empfehlung, bei deren Genuss nicht nur die Lachmuskeln trainiert werden, sondern auch über Dinge aus dem Alltag einer gewöhnlichen Familie geschrieben wird. Umschlossen wird dies von einem Kriminalfall, der mit verwirrenden Aufklärungsversuchen und Irrungen der polizeilichen Arbeitskräfte für Spannung sorgt.

Autor: Dietrich Faber
Buch: Toter geht's nicht
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