Leser-Rezension zu „Die Demütigung” von Dirk van Gunsteren
am 2.01.2012
An sich gefällt mir so gut wie alles von Philip Roth, aber Die Demütigung ließ mich völlig kalt. Die Handlung ist recht dünn - Axler, ein alternder Schauspieler, der nach einer persönlichen Krise eine Beziehung zu einer 25 Jahre jüngeren Lesbe, die zudem die Tochter seiner Freunde ist, beginnt. Er erhofft sich ein neues Leben, Auftrieb in seinem Beruf und sogar ein Kind mit ihr, merkt aber nicht, dass sie unentschlossen ist. Die Figuren in diesem Kurzroman sind unglaubwürdig. Die junge Frau, immerhin schon 40, läßt sich von Axler vollkommen neu ausstatten, inklusive einer neuen Frisur, ihre Eltern mischen sich in die Beziehung ein und Axler selbst ist gesundheitlich angeschlagen, was die Sexszenen irgendwie unwahrscheinlich, plump und vulgär erscheinen lassen und dem Autor nicht würdig sind. Schade.

