Leser-Rezension zu „Metro 2033” von Dmitry Glukhovsky
am 21.07.2010
Ein überraschendes Buch. Spannend und doch überraschend seichter, als ich es mir vorgestellt hatte. Weder gibt es weibliche Personen in diesem Buch die auf mehr als 3 Seiten hintereinander vorkommen oder eine gewisse Rolle spielen, noch hat mich das Ende recht zufriedengestellt. Es ist unerwartet, doch mir stellt sich die Frage: Wie geht es weiter? Dies wird (soweit ich es bisher herausbekommen habe) auch nicht im 2. Band beantwortet. Sehr schade.
Ein anderer enttäuschender Punkt ist die Sprache. Irgendwie nicht wirklich klangreich und eloquent - ja, die Atmosphäre der dunklen, stickigen Metro ist zwar förmlich greifbar; dies wird allerdings mehr durch die originelle Idee an sich zu Stande gebracht als durch wortgewandtheit und Rafinesse.
Die Geschichte an sich ist (bis auf den Schluss) leicht zu verstehen und zu verfolgen. Es gibt nur einen Handlungsstrang (was ein bisschen verwundert) und einige interessante Charaktere, wenn auch der Hauptcharakter etwas blass ist.
Empfehlenswert auf jeden Fall, doch mehr durch die atmosphärische und tolle Idee der Welt an sich!

