Rezension verfasst vor 2 Jahren
(8)
Der fünfzehnte Fall von Commissario Guido Brunetti und sicher nicht sein bester. Wieder einmal muss Brunnetti außerhalb seines gewohnten Territoriums ermitteln, diesmal auf der Insel Murano im Glasbläsermillieu. Eigentlich keine schlechte Idee und sicher ein besonderes Ambiente, leider passiert nicht viel, das irgendwie besonders wäre. Es gibt eigentlich keinen richtigen Fall und Brunetti stochert so sehr im Trüben, dass es irgendwann keinen Spaß mehr macht.
Die Story plätschert vor sich hin und irgendwann ist die Geschichte vorbei, ohne dass man als Leser viel mehr weiß als vorher geschweige denn, man glaubt, mit dem Commissario einen Fall gelöst zu haben. Natürlich, die Fälle des Guido Brunetti gehen nicht immer gut aus und eine eindeutige Auflösung gibt es auch nicht jedes Mal, aber dieser „Fall“ ist einfach zu viel des Guten…so gar keine vernünftige Lösung, einige Sachen bleiben einfach offen, Erzählstränge verlaufen im Sande, nein, das hat mir nicht gefallen!
Noch nicht einmal die Familiengeschichte des Commissario kommt voran, dabei war das doch bisher immer ein wichtiger Erzählstrang in den Vorgängerbüchern. Es hat mir immer Spaß gemacht, das Erwachsenwerden von Raffi und Chiara mitzuerleben und mir das Wasser im Munde zusammen laufen zu lassen bei den köstlichen Mahlzeiten von Paola. Wirklich schade drum, ich hatte mir wesentlich mehr erwartet!
0 Kommentare