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Alle anzeigenHannali
Vor 2 Jahren
(7)Dora sitzt wegen Mordes seit siebzehn Jahren im Gefängnis. Nun wird sie überraschenderweise von ihrer Enkelin Lisa besucht. Eher ein unfreiwilliger Besuch, da ihr Freund sie dazu drängte.
Lisa hegt eigentlich nur noch Hassgefühle ihrer Großmutter Dora gegenüber. Sie war gerade vierzehn Jahre alt, als Dora von der Polizei zu Hause verhaftet wurde und sie somit verließ. Erklärungen und Kontakte gab es danach keine mehr. Die offenen Fragen blieben und der Groll wuchs.
Doch Dora möchte ihrer Enkelin ein Zeichen geben und schickt sie in die alte Heimat der Familie nach Pasewalk. Innerlich hoffen beide auf Erkenntnisse und Verständnis; jede auf ihre Art. Warum beging Dora diesen Mord? Liegen die Hintergründe tatsächlich in der Familienvergangenheit?...
Die Geschichte dieses Buches läßt sich für mich nur sehr zwiespältig beschreiben. Auf Grund der Kürze, es sind nur 160 Seiten, ist es tatsächlich nur eine Geschichte. Auch der Stil der Autorin war für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Sie schreibt zwar sehr präzise, aber eben sehr karg, ohne jegliche Detailverliebtheit. Für meinen Geschmack etwas zu protokollarisch, auch wenn dabei immer die wichtigsten Fakten sozusagen erwähnt werden. Ich bevorzuge das ausführlichere, ausgeschmücktere Buch, wenn man es so nennen darf. Knapp die Hälfte der Geschichte fand ich dennoch sehr lesenswert. Der Beginn sehr interessant und liess auf ein interessantes, spannendes Geschehen schließen.
Die Stärken dieser Geschichte lagen in der Idee an sich und der Vorstellung der jungen Jahre der Dora und ihrer Familie. Dies flachte jedoch sehr schnell ab, viele Zeitsprünge, Kapitel die nur mit einem der Namen überschrieben waren und teilweise nicht mal eine Seite inne hatten; dazu viel inhaltliche Leere. Der Rest des Buches war mir einfach zu konstruiert, zu unglaubwürdig, zu farblos.Zudem ein sehr unglaubwürdiges Ende.
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