Dorothee Kimmich
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Bekannteste Bücher
Essen
202 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Essen ist nicht nur eine physiologische Notwendigkeit für alle Lebewesen, sondern integriert zudem fast alle Bereiche des sozialen und kulturellen Verstehens, Deutens und Handelns: Es ist anthropologische Konstante - und doch zugleich kulturell, sozial, ökonomisch, sogar politisch und nicht selten erotisch konnotiert. Essen (und damit auch Geschmack, Sitten, aber auch Magie und Ritual) bestimmt Prozesse der Inklusion und Exklusion, markiert Identität und überschreitet zugleich geographische, soziale und ethnische Grenzen. Die Beiträge des Heftes zeigen: Im Kontext der Globalisierung ist »Essen« seit einigen Jahren ein Feld genuin kulturwissenschaftlicher Forschung geworden, das auch ökologische Ansätze, kritische Positionen und politische Stimmen mit einschließt.
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Flexibler Einband: 202 SeitenErschienen bei: transcript, 2012
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783837620238
Kulturen in Bewegung
260 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Das Konzept der Transkulturalität löst sowohl die Interkulturalitäts-Studien als auch die Postcolonial Studies als kulturwissenschaftliches Paradigma ab: Während die Interkulturalitäts-Forschung Kulturen als »Inseln oder Sphären« (Wolfgang Welsch) begriffen hat, zeichnen sie sich heute durch Fluidität und Grenzverschiebungen aus und entwickeln neue Strategien des kulturellen Ein- und Ausschlusses. Dieser Band stellt Ansätze der Transkulturalitätsforschung in den verschiedenen Disziplinen vor und nimmt dabei globale, politische und gesellschaftliche Veränderungen ebenso in den Blick wie kleinräumige, alltägliche kulturelle Praktiken.
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Flexibler Einband: 260 SeitenErschienen bei: transcript, 2012
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783837617290
Lebendige Dinge in der Moderne
128 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Ein literaturwissenschaftlicher Essay über das Verhältnis des Menschen zu seinen Dingen. Dorothee Kimmich geht von dem doppelten Befund aus, dass die Moderne den Dingen das Leben nimmt , indem sie natur- und kulturwissenschaftlich erklärt und objektiviert. Diesen Tod stellen die moderne Literatur, bildende Kunst und Photographie jedoch umgekehrt dadurch in Frage, dass sie diesen Dingen ein Eigenleben zugestehen, das hermeneutisch gerade nicht mehr zu fassen ist: Dinge bedeuten nicht mehr, und der Mensch muss sich die Welt fortan mit ihnen teilen. Erst seitdem vor 20 Jahren die Ethnologie die Philosophie als literaturwissenschaftliche Leitdisziplin abgelöst hat, kann die »material culture«, das Leben der Dinge, entdeckt und erforscht werden. So zeigen denn auch Kimmichs Lektüren mit einem anthropologischen Blick auf, dass der moderne Mensch nicht nur angehalten ist, das Eigene ins Verhältnis zum Fremden zu setzen, sondern sein Umgang mit den Dingen auch exemplarisch für den Umgang mit dem Fremden steht: ein grundlegendes ethisches Unterfangen also. Im ersten Teil ihres Essays ( Thesen ) erläutert die Autorin, warum Dinge dem Menschen nicht nur fremd, sondern auch ähnlich sind. Die Lebendigkeit der Dinge, wie sie uns in modernen Texten begegnet, wird unterschätzt, wenn man sie nur als Wiederbearbeitung historischer Motive begreift. Im zweiten Teil ( Texte ) zeigt uns Dorothee Kimmich, wie man mit Siegfried Kracauer im »Niemandsland der Dinge« überlebt, wendet sich der »Rückseite der Spule« bei Walter Benjamin zu, und erklärt, »warum sich bei Lord Chandos, Malte Laurids Brigge und dem Zögling Törleß alles um die Dinge dreht«. Überlegungen zu »Charlie Chaplins Komplizen« und der »Seife von Francis Ponge« beschließen das Buch.
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Fester Einband: 128 SeitenErschienen bei: Konstanz University Press, 2011
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783862530083
Rosa ist das Grau der Optimisten
122 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Bereits in ihrer zweiten Vorlesung im Rahmen der Tübinger Poetik-Dozentur 2010 hatte Juli Zeh den Satz „Rosa ist das Grau der Optimisten“ verwendet, bevor sie ihn am letzten Tag der Dozentur als Thema für den 22. Würth-Literaturpreis auswählte. Wie auch im Vorwort zu dieser Anthologie, in dem sie beschreibt, woher der Satz ursprünglich stammt, verwendet sie ihn in ihrer Vorlesung Warum schreiben? Eine Anti-Poetik als Beispiel dafür, dass ein Autor kaum in der Lage ist, die Wirkung dessen, was er schreibt, zu berechnen. Im Vorwort zu dieser Anthologie lässt uns Juli Zeh aber auch quasi „an der anderen Seite“ des Schreibens teilhaben. Sie erzählt, wie sie auf das Thema des Würth-Literaturpreises 2011 gekommen ist, wie ihr der Satz wie eine Sternschnuppe vom Himmel entgegenfiel. Und obwohl ihr selbst die Bedeutung des kleinen Satzes nicht ganz klar ist, sie gar keine Bedeutung vorgeben möchte, entsteht in der Folge des kleinen Satzes eine ganze Geschichte. Sie nennt es einen „Schweif aus Assoziationen“. Juli Zehs Geschichte zu ihrem Thema beginnt mit einem Bild, das ihr einfällt, sie beschreibt genau den Prozess des eigenen Schreibens. Ähnlich muss es auch den Teilnehmern des Würth-Literaturpreises 2011 gegangen sein – ein einzelner Satz steht am Beginn so vieler Geschichte. Und die Ideen zu diesem Satz sind so vielfältig wie die Texte dieser Anthologie. Dieser Band zum 22. Würth-Literaturpreis 2011 enthält die Siegertexte Am Klippenrand von Ulrike Anke Laufer (1. Preis), Schneeland von Anna-Kathrin Warner sowie Monbazillac von Gerhard Dick (2. Preis) sowie 13 weitere herausragende Texte aus dem Wettbewerb.
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Fester Einband: 122 SeitenErschienen bei: Swiridoff, 2011
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783899292206
Texte zur Literaturtheorie der Gegenwart
485 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Wer sich einen ersten Überblick über gängige Theoriemodelle in der Literaturwissenschaft wie Hermeneutik, Kritische Theorie, Strukturalismus und Semiotik, Dekonstruktion oder Gender Studies verschaffen will, muss zu diesem Buch greifen. Doch auch die Theorielandschaft ändert sich: Neue Teile über Intermedialität und über Kulturwissenschaft bringen den nun vollständig überarbeiteten Band auf den neuesten Stand der Forschung.
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Flexibler Einband: 485 SeitenErschienen bei: Reclam, Philipp, 2008
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783150185896
Einführung in die Literatur der Jahrhundertwende
160 Seiten, Sach-/Fachbuch: jahrhundertwende, germanistik, wissenschaftsgeschichte, 1900, kulturhistorischen entwicklungen
Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war geprägt von einer extremen Beschleunigung des Lebens. Nach der Gründung des Deutschen Reiches kam es zu einem rasanten Anstieg der industriellen Entwicklung. Das Eisenbahnnetz wurde ausgebaut, Entwicklungen in der
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Flexibler Einband: 160 SeitenErschienen bei: WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), 2010
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783534175833
Kulturtheorie
300 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Erstmals ein kompakter Überblick über die klassischen Texte der Kulturtheorie! Kulturtheorien sind unerlässlicher Bestandteil der akademischen Lehre in zahlreichen geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Bisher gab es jedoch keine Sammlung mit Grundlagentexten, die Lehrenden und Studierenden als Handbuch dienen kann. Der Reader »Kulturtheorie« schließt diese Lücke: Er vereint 15 kanonische Texte aus dem 20. Jahrhundert und bietet somit eine handliche Einführung in die zentralen Standpunkte der kulturtheoretischen Reflexion. Mit seiner konsequenten didaktischen Rahmung durch kommentierende Einleitungen und sorgfältig zusammengestellte Auswahlbibliographien orientiert sich der Band an den Bedürfnissen von Studium und Lehre. »Kulturtheorie« ist in vier Unterkapitel eingeteilt: I. Das Heilige und das Profane (u.a. Georges Bataille, René Girard) II. Natur und Kultur (u.a. Claude Lévi-Strauss, Sherry B. Ortner) III. Das Eigene und das Fremde (u.a. Bronislaw Malinowski, Clifford Geertz) IV. Herausforderungen der Moderne (u.a. Georg Simmel, Pierre Bourdieu). Die Texte werden in gekürzter Fassung vorgelegt. »Kulturtheorie« ist der erste Band der Reihe »Basis-Scripte«, die ausgewählte kanonische Texte zu zentralen Themen in der kulturwissenschaftlichen, literaturwissenschaftlichen, kunstwissenschaftlichen, anthropologischen und medienwissenschaftlichen Lehre und Forschung versammelt.
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Flexibler Einband: 300 SeitenErschienen bei: transcript, 2010
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783837612844
Der gepflegte Umgang
180 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Die europäischen Formen der Höflichkeit sind in den letzten Jahrhunderten maßgeblich durch das Beispiel der französischen Gesellschaftskultur geprägt worden. Das gilt insbesondere auch für Deutschland, das aus französischer Sicht häufig als »Entwicklungsland« im Hinblick auf die Verbreitung der guten Sitten angesehen wurde. Die Beiträge dieses Bandes entfalten eine deutsch-französische Perspektive und behandeln sowohl die sprachlichen Formen der Höflichkeit als auch die literarischen Auseinandersetzungen mit Fragen des guten Umgangs in Deutschland und Frankreich vom 18. bis ins 20. Jahrhundert.
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Flexibler Einband: 180 SeitenErschienen bei: transcript, 2008
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783899428209
Der Kuttelkompromiß
111 Seiten,
Mit dem verblüffenden Thema "Der Kuttelkompromiß" hat Péter Esterházy als Tübinger Poetikdozent die Teilnehmer des 18. Würth Literaturwettbewerbs zu Tisch geladen. In der Anthologie sind 14 Erzählugen, die sich mit der Thematik beschäftigen, abgedruckt. Mit einem Vorwort von Péter Esterházy über sein Leben mit Kutteln.
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Flexibler Einband: 111 SeitenErschienen bei: Swiridoff, 2007
Genre: Sonstiges
ISBN: 9783899291247
Universität ohne Zukunft?
270 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Die Diskussion über Bildung, Ausbildung und Elitenbildung in Deutschland reißt nicht ab. Dabei ist besonders auch die Universität als Lehr- und Forschungsinstitution ins Visier geraten. Die Rolle der Geisteswissenschaften, die Finanzierung von Lehre und Forschung, die Organisation von Studiengängen und Abschlüssen, internationale Konkurrenzfähigkeit und die Folgen von Privatisierung sind einige der Stichpunkte, unter denen namhafte Wissenschaftler und Publizisten mit pointierten Beiträgen und profilierten Stellungnahmen die Perspektiven universitärer Bildung und Ausbildung ausleuchten.
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Flexibler Einband: 270 SeitenErschienen bei: Suhrkamp, 2003
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783518123041
Charlie Chaplin
236 Seiten, Biografie:
Charlie Chaplins Erfolge als Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor sind legendär.§Er wurde nicht nur von einem riesigen anonymen Publikum verehrt, sondern auch von vielen Schriftstellern, Dichtern und Philosophen kommentiert, kritisiert und gefeiert. Er galt den Intellektuellen der 20er Jahre als die Ikone der Moderne. Brecht, Benjamin, Kracauer, Adorno, Bloch, aber auch Alfred Polgar, Joseph Roth, Louis Aragon, Paul Éluard und Andre Bazin widmeten Chaplin Rezensionen, Gedichte, Essays und Aphorismen. Der kleine Tramp, der arm und doch stolz, ziel-, aber nicht hoffnungslos durch eine feindliche Welt marschiert, verkörpert für sie den Außenseiter, der prägend für die Moderne wird. Die Zusammenstellung eröffnet eine ungewöhnlich erhellende Perspektive auf die komplizierte Moderne der 20er Jahre.
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Flexibler Einband: 236 SeitenErschienen bei: Suhrkamp, 2003
Genre: Biografie
ISBN: 9783518399521
Männlichkeitsrituale. Handkuss und Verbeugung
144 Seiten, Literatur vor 1945:
Verbeugung und Handkuss waren einmal Zeichen der Unterwerfung, Gesten, mit denen der Untergebene, ob Mann oder Frau, sich dem Machthaber näherte, mit denen er, wenn auch in gemilderter Form, ausdrücken wollte, ich bin ein Hund, du kannst mich treten. Auch Dankbarkeit, etwa für eine "milde", das heißt großzügige Gabe, konnte mit einem Handkuss ausgedrückt werden, und im Österreichischen bedeutet noch heute "Küss die Hand" so viel wie ein verschnörkeltes Dankeschön. Mein Vorschlag des Preisthemas "Männlichkeitsrituale: Die Verbeugung und der Handkuss" entsprang einer Reizbarkeit gegenüber einem choreographierten Eiertanz, den die Gesellschaft die Geschlechter einstudieren lässt oder ließ. Die Beiträge in der vorliegenden Anthologie sind witzig oder einfühlsam, allesamt sehr gekonnt, manche sind ironisch distanziert vom Thema, Kennzeichen für eine spätere Generation als meine, ohne die eigentümliche Aggression, die ich, alte Feninistin, die ich nun einmal bin, darin witterte. Ruth Klüger
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Flexibler Einband: 144 SeitenErschienen bei: Swiridoff, 2005
Genre: Literatur vor 1945
ISBN: 9783899290707
Zehn Jahre Montage
126 Seiten,
Die Anthologie vereint die Texte der drei Preisträger Lothar Kittstein, Michaela Schröder und Christoph Steier sowie 13 weitere Arbeiten der Teilnehmer.
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Flexibler Einband: 126 SeitenErschienen bei: Swiridoff, 2006
Genre: Sonstiges
ISBN: 9783899290998
Ausgehen
119 Seiten,
"Ausgehen." Das Thema des Würth-Literaturpreises 2008 hat der Autor Feridun Zaimoglu nach der letzten Vorlesung bekannt gegeben. Es scheint nahezuliegen: Der Ausgang der Vorlesungen fällt zusammen mit dem Ausgang seiner Geschichten. Ausgehen ist aber nicht nur der Schluss oder gar das Ende, das "Zur-Neige-Gehen". Ausgehen ist eben oft auch der Anfang, der Beginn einer Liebes- und Lebensgeschichte. "Ausgehen" weist auf das Ende im Anfang und den Anfang als Ende hin. Das Thema besitzt somit eine erstaunliche Offenheit, wie die insgesamt vierzehn abgedruckten Beiträge dieser Anthologie beweisen. Nur wenige Texte setzen das Motiv des klassischen Liebes-Rituals um, es geht vielmehr auch um Ausgang aus dem Altenheim, das "Aus-Gehen" des Lebens, den Spaziergang mit dem Hund, biblische ("Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging"), und kulturell-religiöse ("Geh aus, mein Herz, und suche Freud") Kontexte werden aufgerufen.
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Flexibler Einband: 119 SeitenErschienen bei: Swiridoff, 2008
Genre: Sonstiges
ISBN: 9783899291438
Never Again
132 Seiten,
Never Again - am letzten Tag der Tübinger Poetik-Dozentur hatte Kiran Nagarkar das Thema des Würth-Literaturpreises 2009 bekannt gegeben. Unter dem Eindruck der Terroranschläge in seiner Heimatstadt Bombay hatte er ein politisches Thema gewählt. Zur Ergänzung fügte er hinzu: »Die Zukunft der Welt hängt davon ab, wie man den Ausspruch 'Nie wieder' betrachtet«.§ Die Vielzahl der eingesandten Texten macht deutlich, wie virulent dieser Gedanke ist, die unterschiedlichen Themen der Texte zeigen aber auch, wie viele Bezüge dieser Ausspruch haben kann. Auch die vorliegende Anthologie spiegelt diese sehr verschiedenen Varianten wider. Sie handeln von privaten, politischen, von spektakulären oder alltäglichen, moralischen oder auch ganz unmoralischen Formen des »Never Again«.§ Dieser Band zum Würth-Literaturpreis enthält die beiden Siegertexte Nie wieder, Herr von Elo von Monika Radl (1. Preis) und Sein Name war Jonas von Hanna-Linn Hava (2. Preis) sowie 12 weitere herausragende Texte aus dem Wettbewerb.
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Flexibler Einband: 132 SeitenErschienen bei: Swiridoff, 2009
Genre: Sonstiges
ISBN: 9783899291681
Wie fühlt es sich an, ein Tier zu sein?
112 Seiten,
Wie fühlt es sich an, ein Tier zu sein? – am letzten Tag der Tübinger Poetik-Dozentur hatte Jonathan Franzen das Thema des Würth-Literaturpreises 2010 bekannt gegeben. Die Frage, was den Menschen von Tieren unterscheidet und ihn letztendlich zum Mensch macht, beschreibt Franzen in seinem Vorwort zu diesem Band: Es ist die Fähigkeit, sich mit den Geschehnissen des eigenen Lebens narrativ auseinanderzusetzen. Sprich: Wer erzählen kann, ist Mensch. Franzen folgt dem Linguistic Turn, der auch in der Psychoanalyse zu der Erkenntnis geführt hat, daß Sprache eine Grundvoraussetzung des menschlichen Seins darstellt. Aber auch die umgekehrte Denkrichtung ist für Franzen interessant und wird durch seine eigene begeisterte Vogelbeobachtung aufgeworfen. Die eingesandten Texte zeigen, wie viele Facetten die gestellte Frage hat: Es geht um Tierwerdung am Ende des Lebens und professionelles Tier-Sein, das Verhältnis des Menschen zu Tieren, Tiere als Metapher und Spiegelbild des Menschen, den Menschen als Tier oder das Tier als Freund und Bindeglied zur Welt. Dieser Band zum Würth-Literaturpreis enthält die beiden Siegertexte Das Haus von Ulrike Schäfer (1. Preis) und Pferd, hinten von Barbara Dickow (2. Preis) sowie 12 weitere herausragende Texte aus dem Wettbewerb. »Auch wenn das Verhalten von Tieren oft durch ihre Erlebnisse in der Vergangenheit bestimmt wird, und obwohl es oft auf zukünftige Bedürfnisse gerichtet ist (das Eichhörnchen versteckt Nüsse), nehme ich an, daß nur der homo sapiens, als einziger unter den Tieren, die Fähigkeit hat zu erzählen. Ohne diese Erzählung ist eine Vorstellung von individueller Identität unmöglich. Bedauern der Vergangenheit, Furcht vor der Zukunft: unmöglich. Die Erzählung ist es, die Menschen zu Menschen macht, und wir können uns nur fragen: Wie ist es, ohne diese Fähigkeit zu leben? Wie fühlt es sich an, ein Tier zu sein?« Aus dem Vorwort von Jonathan Franzen
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Flexibler Einband: 112 SeitenErschienen bei: Swiridoff, 2010
Genre: Sonstiges
ISBN: 9783899291926
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