Die Toskana im 19. Jahrhundert. Die Brüder Nicholas, Raine und Lyon, die auf ihrem Weingut über die Grenze zwischen unserer und der Anderswelt wachen, erhalten eine Nachricht vom Feenkönig. Dieser besinnt sich auf dem Sterbebett, dass er vor zwanzig Jahren mit drei Menschenfrauen Töchter zeugte. Da er nun um das Schicksal seiner Kinder bangt, bittet er die drei Satyr-Brüder, seine Töchter zu suchen und unter ihren Schutz zu stellen.
Nicholas, der Älteste, macht sich als erstes auf die Suche und trifft schnell auf Jane, die ihre Andersartigkeit als eine Art Fluch betrachtet und von ihrer tatsächlichen Herkunft nichts ahnt. Nick heiratet Jane und bringt sie auf sein Gut, wo sich die beiden mit der Zeit näher kommen. Besonders, als Jane herausfindet dass Nick ebenfalls nicht allein menschliches Blut in seinen Adern trägt, finden die beiden über die Leidenschaft im Bett zueinander.
Gleichzeitig zieht eine Bedrohung herauf. Zum einen durch Janes Tante, die weiß um welche „Wesen“ es sich bei Nick und seinen Brüder handelt und ihre ganz eigenen Pläne hat, zum anderen befällt eine Seuche immer mehr Weinreben im Land. Dabei ist das Leben der Satyr-Brüder an die Weinreben gebunden…
„Der Kuss des Satyrs“ ist ein, ich zitiere den Titel, „erotischer Roman“ mit einem Schuss fantastischer Wesen. Und so vergeht kaum eine Seite in der nicht die Rede ist von harten, geschwollenen und glitschigen Körperteilen und den ständigen Hinweis auf die gute Ausstattung von Nicholas. Mit der Zeit geht einem das etwas auf die Nerven.
Allerdings muss ich zugeben, das mich die erotischen Szenen (und da gibt es nicht wenige) teilweise wieder ziemlich zum Lachen gebracht haben. Leider war es bestimmt nicht angedacht dass der Leser bei den entsprechenden Szenen von wahren Lachkrämpfen geschüttelt wird. Die Ausführungen und Beschreibungen sind aber wirklich allzu blumig und oft muss man einfach nur peinlich berührt grinsen. Und da mir das bei den Erotikszenen in den Büchern von Lara Adrian ebenfalls so ging, sage ich hier gleich noch, dass das Buch hier eindeutig noch schlimmer (oder besser, wenn man sich gerne vor Lachen schüttelt) ist.
Amber’s Schreibstil ist sonst recht simpel, die Dialoge sind flach, und die Hintergrundgeschichte, die etwas mehr Spannung in die fröhlichen Bettgeschichten bringen soll, bleibt vorhersehbar und langweilig.
Und ich finde es reichlich dämlich, dass die Herren „Satyr“ heißen, und sich auch wirklich keiner darüber wundert…
Nichtsdestotrotz eignet sich das Buch sehr gut wenn man einfach abschalten will und beim Lesen den Denkapparat nicht allzu sehr beanspruchen möchte.