Elke Schwab

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Interview mit Elke Schwab

Wir haben Elke Schwab einige persönliche Fragen gestellt!

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Eigentlich kam ich durch eine unglückliche Fügung zum Schreiben. Der Deutschlehrer auf dem Gymnasium behauptete, ich könnte kein Deutsch. Um sich bestätigen zu lassen, hatte er einen echt schlechten Aufsatz von mir vor der ganzen Klasse zur Belustigung vorgelesen, wobei er natürlich immer darauf geachtet hat, dass er an den richtigen Stellen eine Pause einlegte, damit die Klassenkameradinnen auch wussten, wann sie lachen sollten. Diese hässliche Attacke hatte mich nachdenklich gestimmt. Also begann ich, meine gelesenen Kinderbücher nachzuerzählen. Und zwar so oft, bis ich mit meinem Geschreibsel zufrieden war. Dabei kam mir irgendwann der Gedanke, warum immer etwas schreiben, was es schon gibt. Ich könnte doch auch mal etwas Eigenes erfinden. Gedacht, getan – so entstand meine erste Abenteuergeschichte. Und es sollten noch viele mehr werden. Mit den Jahren wurden daraus Liebesgeschichten, bis ich den Krimi entdeckte.

Gibt es Autoren, die dich inspirieren?

Auf jeden Fall! Ich bin begeistert von den englischen Autoren: Elisabeth George, Charles Todd, Julia Spencer-Flemmung, Martha Grimes und den deutschen Autoren: Petra Hammesfahr, Nele Neuhaus, Jutta Profijt und Andreas Franz.

Woher kommen die Ideen für deine Krimis?

Oftmals geschehen in der Realität grausame Dinge, die mich prompt inspirieren. Ich brauche nur die Zeitung aufzuschlagen, schon lese ich, wie die Menschen miteinander umgehen. Daraus entwickeln sich kriminell versponnenen Ideen, die ich gerne rätselhaft gestalte, um meine Leser/innen mit rätseln zu lassen. Aber mit dem neuen Krimi ist alles anders: Ich bringe im April einen Krimi auf den Markt, der den Titel „Blutige Seilfahrt im Warndt“ hat. Da geschehen kriminelle Dinge in einem Bergwerk. Ich selbst wäre niemals auf die Idee gekommen, einen Krimi unter Tage zu schreiben. Doch mein Verleger vom Conte-Verlag hatte den Wunsch geäußert. Also habe ich mich dran gewagt. Anfangs lief es nicht sehr gut, weil ich mich im Bergbau nicht auskenne. Doch dann habe ich richtige Bergmänner kennengelernt, die mir mit Begeisterung beim Krimi geholfen habe. So wurde das Schreiben plötzlich zu einem echten Vergnügen, weil ich viel über das Thema gelernt und dazu noch super Leute kennengelernt habe. Die Bergleute helfen mir jetzt sogar, Lesungsveranstaltungen auf die Beine zu stellen. Auch weiterhin wollen wir in Kontakt bleiben. So haben sich neue und ganz tolle Freundschaften entwickelt.

Welches Genre liest Du selbst gern?

Ich lese am liebsten Krimis. Vielleicht kommt es daher, dass ich auch Krimis schreibe. Mit allen anderen Genres habe ich es schon versucht, doch das spricht mich nicht an. Also bleibe ich dem Krimi treu.

Welche Projekte stehen in nächster Zeit an?

Zunächst einmal wollen wir den Bergbau-Krimi im Saarland publik machen. Dazu bietet sich eine gute Chance, weil genau in diesem ersten Halbjahr die letzten Gruben im Saarland schließen. Die Presse wirbelt schon fleißig, viele Bücher zu dem Thema kommen auf den Markt. Aber nur ein Krimi!!!! Und den will ich gern zusammen mit den Bergmänner vorstellen, wobei wir uns für jede Veranstaltung eine neue Überraschung einfallen lassen wollen. Dieser Krimi gehört zu meiner Serie mit Kommissar Kullmann und Anke Deister. Weiterhin habe ich noch einen neuen Krimi in Arbeit, der zu der Serie mit Lukas Baccus und Theo Borg gehört. Dieser Krimi ist auch wieder rasant und spannend. Er behandelt ein völlig anderes Thema, das zurzeit auch aktuell ist. Und zwar werden Baccus und Borg in einem kleinen verschneiten Dorf beschossen. Bei den Ermittlungen finden sie heraus, dass sich genau in diesem Dorf zwei Soldaten aufhalten, die aus Afghanistan zurückgekehrt sind. Als Syndikatsmitglied werde ich auf der Criminale 2012 im Hochsauerlandkreis dabei sein. Wann und wo ich lesen werde, bekomme ich vom MEK „Mobiles Einsatzkomando“ des Hochsauerlandkreises noch mitgeteilt. Angemeldet bin ich mit dem Krimi „Mörderisches Puzzle“ aus der Serie mit Lukas Baccus und Theo Borg.