Leser-Rezension zu „Mein Name ist Luz” von Elsa Osorio

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Dilbertine Dilbertine
Verfasst von Dilbertine
am 1.06.2009
 

„Ich glaube, daß man, wenn man mit etwas lebt, das man nicht kennt, irgendwie eine Vorahnung hat, so etwas wie eine innere Bedrohung, eine innere Unruhe.“
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Argentinien im Jahr 1976 wird durch staatliche Repression und Terror beherrscht. Acht Jahre hält die Herrschaft des Militärregimes an, während der ca. 30.000 Menschen verschwanden.
Anders Denkende wurden physisch und psychisch zerstört, misshandelt, zerbrochen oder zum Verrat gezwungen. Tausende Kinder dieser Verschwundenen blieben als Halb- oder Vollwaisen zurück. Das Regime entscheidet über Tod und Leben, die Waisen von Regierungsopfern werden illegal zur Adoption an regimetreue Familien frei gegeben.
Der Roman „Mein Name ist Luz“ greift das Schicksal einer solchen Adoption auf. Eine junge Frau, die im Jahr 1976 in Argentinien geboren wurde, wird nach der Geburt ihres eigenen Kindes von Zweifeln an ihrer Identität geplagt und beginnt die Suche nach ihren Wurzeln. „Meine Suche begann, als ich mit dem Gumminuckel einer Flasche in Berührung kam, die Mariana mir schenkte, als Juan geboren wurde.“
Um Luz Vergangenheit ranken sich zahlreiche Einzelschicksale, deren Leben sich in dem erstickenden Geflecht von Lügen verfangen hat. Das Geschehene wird abwechselnd aus den verschiedenen Perspektiven der Betroffenen oder Beteiligten geschildert und fügt sich Teil für Teil wie ein Puzzle zusammen.
Mich haben einige dieser Schicksale, die dicht miteinander verwoben sind, stark berührt. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, bevor alle Fragen und Rätsel der Vergangenheit des Mädchens Luz geklärt waren. Die Autorin hat verschiedene interessante Charaktere geschaffen, die sich im Verlauf der Jahre und Geschichte weiter entwickeln und lernen Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen. Ein brisantes Thema wurde gut und spannend verarbeitet.
Zwei Kritikpunkte habe ich dennoch. Teilweise waren mir die Schilderungen ein kleines bisschen zu gefühlsduselig, an Stelle dieser hätte ich gern noch mehr Details über diese Schreckensherrschaft erfahren. Alles in allem ist "Mein Name ist Luz" ein packendes und ergreifendes Buch, dass bei mir Interesse an mehr Information über das Land Argentinien und seine Entwicklung in den letzten Jahren geweckt hat.

 

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Mein Name ist Luz Mein Name ist Luz
Elsa Osorio

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Mein Name ist Luz
von Elsa Osorio

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