Rezension verfasst vor 1 Monat
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Der 5. Band der Rougon-Macqart Reihe ist zwar thematisch wunderschön gewählt: der innerliche Konflikt eines Priesters gemischt mit der Anfälligkeit der Rougon-Macquarts für geistige Krankheiten/Probleme und einer ganz wundervollen Liebesgeschichte. Man verfolgt direkt das Leben nach Serges Priesterseminar und seiner ersten Arbeitsstelle - dieser Band schließt somit direkt an das vierte Buch an und man kennt noch die Hauptcharaktere und freut sich auf die weitere Entwicklung!
Der Einblick Zolas in das Milleu der Priester ist gut gelungen und auch die Liebesgeschichte und deren Entwicklung und Einbettung in das Familiendrama ist theoretisch wunderschön, aber praktisch verliert sich Zola in botanischen Beschreibungen, in auswuchernden Aufzählungen von Namen und Adjektiven die sich arg endlos ziehen... das erschwert das Lesen sichtlich! Zudem gibt es direkt ganze Seiten die übersprungen werdne können, ohne das es auffallen würde. Die ganze Geschichte wäre auch auf 100 Seiten weniger erzählt werden können und wäre dabei wahrscheinlich von der Stimmung her noch viel schöner gewesen. Erinnert sehr an Fontane...wer also dessen Ausuferungen nicht mag, wird auch hier nicht ganz glücklich.
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