Leser-Rezension zu „Mrs. Wilcox und der Jahrmarkt der Eitelkeiten” von Emilie Richards
am 13.09.2011
Spannend, witzig, unterhaltend - auf diese Mischung trifft man beim Krimilesen leider nicht sehr häufig. Der vierte Band in der "Mrs. Wilcox" - Serie ist wie seine Vorgänger ein solcher Glücksfall. Die Autorin Emilie Richards versteht sich wunderbar darauf, liebenswert unvollkommene Charaktere zu erschaffen. In Emerald Springs, dem Wohnort der Pfarrersfamilie von Ed und Aggie, wimmelt es geradezu davon. Kein Wunder also, dass sich immer wieder genug Gründe für immer neue Morde ergeben.
Dieses Mal erwischt es den eitlen Sänger Grady Barber, der sich selbst eindeutig am nächsten steht und eines Tages die tödliche Quittung dafür bekommt.
Wieder einmal macht sich die Pfarrersfrau Aggie Wilcox auf die Suche nach dem Mörder. Und ganz nebenbei entwickelt sich in ihren eigenen vier Wänden ein kleines Drama, dessen Motiv auch das Motiv für den Mord an Grady ist. Aber das entdeckt man erst, wenn man das Buch am Ende bedauernd beiseite legt und noch einmal über den Fall nachdenkt.
Uneingeschränkt empfehlenswert. Punktabzug nur deshalb, weil Band vier ein wenig stringenter entwickelt wurde als die drei Vorgängerbände.

