Rezension zu "Raum" von Emma Donoghue

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emmi_buch

Vor 1 Jahr

(5)

Emma Donoghue: Raum (Piper, 2011)

"Raum" ist kein leichter Stoff, aber berührend, "Raum" ist beklemmend, aber auch ermutigend.

Jack erzählt uns von seiner Welt.

Jack ist fünf und seine Welt ist "Raum". Dort in "Raum" ist Bett und Zudeck und Schrank und Fernseher und durch Oberlicht kann Jack manchmal Gottes helles Gesicht sehen. Und dort ist Ma. Es gibt auch "Draußen", aber nicht für Jack und Ma.

Denn Ma wurde als 19jährige gekidnappt und in "Raum" gebracht. Dort lebt sie seit 6 Jahren gefangen und auf Gedeih und Verderb ihrem Entführer ausgeliefert.

Dort hat sie Jack geboren. Dort erschafft sie für ihren kleinen Sohn eine ganze Welt, in der das Kind, so gut wie irgend möglich, gesund aufwachsen kann.

Aber sie weiß, dass sie mit Jack fliehen muss.

Emma Donoghue hat die kindliche Sichtweise Jacks perfekt wiedergegeben, die dramatische und schockierende Geschichte ist fesselnd und emotional erzählt und rückt uns mit Jack sehr nah.

"Raum" hat mich sehr berührt. Mich beeindruckt, wie meisterhaft Donoghue die kindliche Sicht Jacks schlüssig erzählt, wie sie diese Geschichte von Entführung, Gefangenschaft, Vergewaltigung und Knechtung einer jungen Frau nicht reißerisch und voyeuristisch, sondern zutiefst berührend erzählt.

Autor: Emma Donoghue
Buch: Raum
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