Leser-Rezensionen zu „Landliebe gesucht” von Emma Hamberg
Rezension verfasst vor 6 Monaten (3)
Ich habe das Cover gesehen, den Klappentext gelesen und mir gedacht: Das wird ein netter, unterhaltsamer Frauenroman. Doch nun, nach dem Ende habe ich festgestellt, dass dem doch nicht ganz so ist. Ich habe mich mit der Weiterlesen zeitweise echt schwergetan:
Ein Bauernhof in Schweden in der Nähe von Stockholm mit Vater Rolf, Mutter Irene und den 3 Töchtern Marie, Lena und Åsa.
Marie mit Silikonbusen, immer Snus im Mund und wechselnden Partnern lebt mit ihrem Rottweiler Otto in Stockholm und arbeitet in einer Rock-Kneipe.
Lena, verheiratet mit Robert, der eine Tankstelle und Autoreparaturwerkstatt betreibt, hat 3 Töchter und einen Sohn und ist mit ihrem Leben höchst unzufrieden und total überarbeitet. Sie lernt den Eismann Conny, geschieden, zwei Kinder, kennen.
Åsa, verheiratet mit Adam, lebt auch in Stockholm und versucht seit Jahren ein Kind zu bekommen, aber mit der Schwangerschaft klappt es nicht so ganz -
bis Lena ihre Familie verlässt, sich für 6 Tage bei Conny einquartiert und dann zu einer alten Dame in ein kleines Zimmer zeiht und sich vornimmt, Weihnachten wieder bei ihrer Familie zu sein. Für eine Woche übernimmt nun Åsa das Waschen der Wäsche, kochen, putzen usw. in Lenas Familie. In einer berauschten Minute schäft sie mit Lenas Mann und wird prompt schwanger. Ihr Mann sucht das Weite.
Vater Rolf stirbt an einem Herzinfarkt und Mutter Irene steht mit dem Bauernhof und 200 Kühen vorerst allein da.
Schlussendlich wollen die drei Landmädchen wieder auf den Hof ihrer Kindzeit zurück um mit ihrer Mutter zusammen zuleben und jede für sich ein eigenes Projekt starten...
Fazit:
Die Leseprobe zu diesem Buch war sehr gut gewählt und hat schlussendlich auch mich dazu bewegt, das Buch zu kaufen und zu lesen. Für mich liest sich das alles aber sehr konstruiert, sehr klischeehaft und die Wärme, die man in einer Familie normalerweise findet, finde ich nur zwischen den Zeilen. Trotz allem ist es schön zu lesen, dass am Ende fast alles wieder gut wird...
Nun würde mich nur noch interessieren, ob Marie und Lena ihre Projekte starten und wie diese laufen...
Rezension verfasst vor 1 Jahr (21)
Welch selten alberner Titel für dieses Buch!! Sollte damit die typische LiebesHerzSchmerz-Leserinnenschaft angelockt werden, dürfte die bei der Lektüre herb enttäuscht worden sein. Mich hätte dieser Titel aus diesem Grund jedenfalls abgeschreckt und wäre ich vorab nicht in den Genuss einer Leseprobe gekommen, hätte ich dieses Buch sicherlich nie in die Hand genommen. So aber...
Es handelt von drei Schwestern in den Vierzigern, die nichts gemeinsam haben außer ihrer Kindheit auf einem Bauernhof und ihren geliebten Eltern. Marie, die Älteste, lebt das unstete Leben eines Nachtmenschen in der Großstadt - nachts arbeiten, Party, ungebunden. Das Landleben ist ihr ein Gräuel. Aber so richtig glücklich ist sie dennoch nicht. Asa, die Mittlere, hochintelligent und vermögend, glücklich verheiratet und toller Job als IT-Spezialistin, wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Doch es will und will einfach nicht klappen. Zu guter Letzt gibt es noch Lena, die Jüngste. Verheiratet mit Robert, der nur für seine Tankstelle lebt, vier Kindern und jede Menge Tiere: Hasen, Katzen, Hund..... Es fängt an, ihr alles über den Kopf zu wachsen und es gibt niemanden, der ihr zur Seite steht - außer Conny, dem Eismann.
Da stirbt plötzlich der Vater der drei, keine 70 Jahre alt. Ihre Mutter, eine kleine aber energische Frau, die keinen Tag vom Vater getrennt war, bricht völlig zusammen. Doch jemand muss sich um den Hof kümmern, 100 Kühe melken, füttern, inseminieren, dazu noch 100 Kälber. Und und und.... Und zu allem Überfluss lässt Lena ihren Mann mit den vier Kindern sitzen - das Chaos ist perfekt.
Emma Hamberg schreibt in einer ungewöhnlichen Art und Weise: Die Sätze sind meist sehr knapp - Subjekt, Objekt, Prädikat. Oder sie lässt das Subjekt völlig weg: 'Legt ihre Hand hin. Nimmt die Wärme auf...' Dadurch entsteht ein Gefühl, dass man unmittelbar an den Gedanken der handelnden Personen teilnimmt (denn wer denkt schon in Relativsätzen :-) ?). Da zudem die Krisensituationen der vier Frauen sehr realistisch dargestellt sind, ist man schon nach kurzer Zeit voller Mitgefühl und Anteilnahme für die Protagonistinnen. Und findet sich vielleicht auch selbst in dem ein oder anderen Schicksal zumindest in Teilen wieder. Hambergs Verdienst ist es, dies alles weder rührselig noch kitschig oder sentimental dargestellt zu haben, sondern wunderbar die Balance haltend zwischen gefühlvoll und sachlich, traurig und humorvoll.
Ein schönes, unterhaltendes aber ebenso ernsthaftes Buch, das einen auch sein eigenes Leben mit etwas anderen Augen betrachten lässt.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (17)
Zur Autorin:
Emma Hamberg, geboren 1971 im schwedischen Vänersborg, hat mehrere Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Töchtern in einem Vorort von Stockholm. Nach „Immer dieser Zirkus mit den Männern“ wurde auch ihr neuer Roman, „Landliebe gesucht“, zu einem überragenden Erfolg.
Lenas Alltag ist mehr als nervig, mit einem Mann der nie zu Hause ist, vier Kinder und jede Menge Haustiere.Der einzige Lichtblick ist Conny,der einmal wöchentlich mit seinem Eisauto vorbei kommt.Lenas ältere Schwester die coole Marie,ist Geschäftsführerin einer Bar,doch ihr restliches Leben ist -abgesehen von ihrem Rottweiler Otto ziemlich leer. Und auch Asa die Dritte im Bunde, ist unglücklich: Das ersehnte Kind will sich einfach nicht einstellen.Als dei Mutter von Lena, Marie und Asa durch einen Schicksalsschlag mit einem Bauernhof und zweihundert Kühen allein dasteht, änder sich alles von einem Tag auf den anderen.
Meine Meinung: Als ich die Leseprobe gelesen habe, habe ich mit so einem Inhalt, der so in die Tiefe geht nicht gerechnet. Es sah nach einer schönen humorvollen Geschichte aus, die man in einem Rutsch wegliest. Aber ich bin positiv überrascht, dass es in diesem Buch doch diese Wende gibt und nicht alles Sonnenschein ist. Das Buch ist meiner Meinung nach sehr gut geschrieben, leicht verständlich, mit Schicksalsschlägen die jeden, jederzeit genauso treffen können. Ein gelungenes Buch. Ich hoffe man hört von dieser Autorin noch mehr.
Rezension verfasst vor 2 Jahren (13)
Landliebe gesucht
Mit den Hühner geht man schlafen…
…so habe ich mir das Landleben vorgestellt…
Landliebe gesucht von Emma Hamberg schreibt von drei Schwestern,wo jeder gerne das andere Leben von einer Schwester haben möchten und mit dem eigenen sehr unzufrieden ist. Es geht um Kinderkriegen,Männer werden betrogen und verlassen und einen Barjob zu schmeißen. Jede von den Schwestern überdenkt das eigene Leben,als der Vater von ihnen stirbt und Frau und Hof mit Kühen hinterlässt. Es muss überlegt werden,was mit dem Hof geschied,wer ihn weiterleitet oder was aus der Mutter wird. Zurück aus der Stadt und wieder im Stall arbeiten;dahin wovon man als junger Mensch wegerannt ist, dass müssen sich die Schwestern überlegen. Igendwie findet man sich in einzelnen Abschnitten selbt im Buch wieder und einige Stellen sind zum schmunzeln,andere bewegen einen zum Taschentuch. Den Titel finde ich etwas unpassend,im Buchladen würde ich das Buch übersehen,aber eine Übersetzung vom Titel der schwedischen Originalausgabe“Brunstkalendern“ viel mir im meinen Lesezeitraum leider auch nicht ein.
Rezension verfasst vor 2 Jahren (12)
Die drei Schwestern Marie, Åsa und Lena sind auf einem schwedischen Bauernhof aufgewachsen. Mittlerweile sind alle längst erwachsen und leben in ganz unterschiedlichen Welten.
Marie ist die Älteste und konnte dem Landleben gar nicht schnell genug entfliehen. Sie arbeitet seit vielen Jahren in einer angesagten Hardrockbar und hat es bis zur Geschäftsführerin gebracht. Sie lebt ein aufregendes Single-Leben in Stockholm und hat sich zum Geburtstag selbst mit einer Brustvergrößerung beschenkt. Maries Lebensgefährte heißt Otto und ist ein Rottweiler. Er begleitet sie überall hin und ist ihr bester Freund. Einen festen menschlichen Lebenspartner gibt es in Maries Leben nicht, aber das hat sie auch nicht anders gewollt. Obwohl sie sehr an ihrer Familie hängt, zieht es sie nur zu Familienfesten oder besonderen Anlässen auf den heimatlichen Bauernhof.
Auch Åsa lebt nicht mehr auf dem Land, sondern mit ihrem Mann Adam in einer riesigen Eigentumswohnung in der Stadt. Åsa ist eine hochbezahlte Computerspezialistin, die durch ein erfolgreiches Aktiengeschäft sehr vermögend wurde. Doch trotzdem ist Åsa unglücklich, denn alle Wünsche lassen sich auch mit Geld nicht erfüllen. Denn trotz angestrengter Bemühungen will sich der Nachwuchs bei Åsa und Adam einfach nicht einstellen. Gerade Åsa nimmt sich diesen Wunsch sehr zu Herzen und deshalb findet das Liebesleben der beiden nur noch nach einem sorgfältig erstellten Plan statt. Wenn sie zu Familienfesten nach Hause auf das Land fahren, fürchtet Åsa schon die Fragen nach einer möglichen Schwangerschaft. Da auf dem elterlichen Bauernhof Kühe gezüchtet werden und dabei ein genauer Brunstkalender geführt wird, hat Åsa das Gefühl nicht mal die einfachste Sache der Welt zu beherrschen und deshalb wertlos zu sein. Denn auf dem Bauernhof landen die Kühe bei denen sich kein Nachwuchs einstellt, schnell auf der Schlachtbank.
Lena ist mit ihren vierunddreißig Jahren die jüngste Schwester und die einzige die noch auf dem Land in der Nähe der Eltern lebt. Sie ist Mutter von vier Kindern und mit Robert verheiratet. Doch leider sieht sie ihren Ehemann kaum, da dieser eine eigene Tankstelle führt, die er seiner Einschätzung nach, keinen Moment aus den Augen lassen kann. So steht sie im Alltag ganz alleine da und versucht es trotz Supermarkt-Job jedem recht zu machen. Doch langsam wird ihr der Kampf gegen die nie enden wollenden Wäscheberge und die Hinterlassenschaften der Haustiere zuviel. Denn der Haushalt wächst ihr über den Kopf und sie fühlt sich kraftlos und müde. Die einzigen Lichtblicke in ihrem tristen Dasein bilden die Momente, in denen der Eisverkäufer Conny mit seinem Eisauto vorbeikommt.
Ganz unerwartet stirbt Rolf, der Vater der Schwestern und lässt seine völlig verzweifelte Frau, die fassungslosen Schwestern und den Bauernhof mit zweihundert Kühen zurück. Obwohl nun eigentlich alle zusammenhalten müssten, kommt doch alles anders als gedacht.
Meine Meinung :
Aufgrund des Covers und des Klappentextes hatte ich einen humorvollen Frauenroman erwartet, der sich mit einer Landliebe auf dem Bauernhof befasst. Mir schwebten in Gedanken frische Landluft, saftige Wiesen und der ein oder andere Sprung ins Heu vor. Doch mit einer schnulzigen Liebesgeschichte hat dieser Roman nicht viel gemeinsam. Denn er handelt von einem familiären Schicksalsschlag und seinen Folgen und befasst sich mit den ganz normalen Problemen des Alltags.
Denn die Schwestern sind ganz unterschiedlich und unter der harmonischen Oberfläche brodelt es gewaltig. Obwohl alle füreinander einstehen und in Krisenzeiten zusammenhalten, neidet jede der anderen das vermeintliche Glück und hat kaum Verständnis für das Verhalten der Schwester. Denn Åsa ist trotz ihres Vermögens ja nie zufrieden, Marie läuft ständig vor Verantwortung davon und Lena weiß ihre Kinder ja gar nicht zu schätzen. So schätzen sich die Schwestern ein und obwohl sie sich eigentlich lieben, kommt es nach dem Tod des Vaters zum Eklat und zu einschneidenden Veränderungen in der Familie. So entpuppt sich der vermeintlich humorvolle Frauenroman langsam zu einem gewaltigen Familiendrama.
Den Schreibstil empfand ich als ziemlich flüssig und recht einfach. Das Buch ist in der dritten Person geschrieben und die Perspektiven wechseln zwischen den ganz unterschiedlichen Schwestern und schildern so die ganz verschiedenen Sichtweisen der drei Frauen. Dabei wachsen einem die detailliert beschriebenen Geschwister Stück für Stück ans Herz und man kann deren Handlungen besser nachvollziehen, hat aber auf der anderen Seite auch Verständnis für die anderen Schwestern.
Mir hat der Roman aufgrund seines unerwarteten Tiefgangs ganz gut gefallen. Doch insgesamt gesehen halte ich den Inhalt stellenweise für stark überzogen und deshalb nicht gerade glaubhaft. Etwas weniger Verwicklungen innerhalb der Familie hätten der Geschichte sicher gut getan und auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Deshalb bewerte ich diesen Roman mit drei Sternen.
Rezension verfasst vor 2 Jahren (5)
Marie, Asa und Lena sind drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können und sich in komplett unterschiedliche Richtungen ertwickelt haben.
Doch alle drei sind unglücklich mit ihrem Leben, auch wenn sie das nie zeigen würden. Alle denken sie, dass die jeweils anderen Schwestern viel glücklicher sind als sie, weshalb jede Frau heftige Selbstzweifel plagen.
Nach dem Tod des Vaters der Dreien, sind sie durch Schuldgefühle und wegen der Hilflosigkeit ihrer Mutter zusätzlich belastet. Auch das Zusammentreffen an Hof der Eltern fällt allen sehr schwer.
Die Perspektiven wechseln, doch die Gefühle von Kummer, Hilflosigkeit und Neid bleiben.
Im Laufe der Handlung erkennen die Schwestern, das ihr Leben doch nicht so schlecht ist, wie sie es wahrnehmen. Sie lernen, sich mit realistischen Ansprüchen zufriedenzugeben und dass ihre Schwestern nicht perfekt sind, sondern auch unter diversen Problemen leiden.
Die Gedanken der Protagonisten sind ungeordnet, und so bekommt der Leser einen Eindruck, wie verwirrt und hilflos sie sind. Die Sprache der Autorin ist direkt und aus dem Leben gegriffen. Dadurch wird den Charakteren Leben eingehaucht und sie wirken lebendig und authentisch.
Feinfühlig schildert die Autorin die Unzufriedenheit der Schwestern mit ihrem Leben, ohne dabei kitschige oder übertrieben traurige Formulierungen zu nutzen. Durch den häufigen Perspektivwechsel wird das Geschehen von verschiedenen Seiten beleuchtet, wodurch der Leser die Möglichkeit bekommt, zu erfahren wie andere Personen das Geschehen wahrnehmen.
Das Ende ist nicht ganz eindeutig und so lässt die Autorin Platz für das bevorzugte Ende eines jeden Lesers. Für mich haben es die Schwestern geschafft, einen Anfang für ein besseres Leben zu finden. Alle Weichen sind gestellt, jetzt müssen sie nur noch etwas daraus machen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen.
Rezension verfasst vor 2 Jahren (7)
Autor: Hamberg, Emma
Titel: Landliebe gesucht
Originaltitel: Brunstkalendern
Verlag: Piper
Original: Albert Bonniers Förlag
Erschienen: 2008 / 11/ 21
Original Erschienen: 2007
Seiten: 349
ISBN-10:
ISBN-13: 978-3492262798
Cover: TB
Preis: 7,95 €
[b]Inhaltsangabe:[/b]
[quote] Lenas Alltag ist mehr als nervig – mit einem Mann, der nie zu Hause ist, vier Kindern und jeder Menge Haustiere. Der einzige Lichtblick ist Conny, der einmal wöchentlich mit seinem Eisauto vorbeikommt…. Lenas ältere Schwester, die coole Marie, ist Geschäftsführerin einer Bar, doch ihr sonstiges Lben ist – abgesehen von ihrem Rottweiler Otto - ziemlich leer. Und auch Åsa, die dritte im Bunde, ist unglücklich: Das ersehnte Kind will sich einfach nicht einstellen. Als die Mutter von Lena, Marie und Åsa durch einen Schicksalsschlag mit dem Bauernhof und zweihundert Kühen alleine dasteht, ändert sich alles von einem Tag auf den anderen…. Mit viel Humor und Herz erzählt Emma Hamberg in ihrem wunderbaren neuen Roman von Liebe, Eifersucht, Leidenschaft und der großen Kraft der Familienbande
[/quote]Quelle: Klappentext
[b]Meine Meinung[/b]
Dieses Buch erregte meine Aufmerksamkeit durch eine Leseprobe. Der Stil und der Schauplatz gefielen mir sehr gut.
Auch der Klappentext versprach mir eine interessante humorvolle Geschichte.
Gelesen habe ich das Schicksal dreier Schwestern die unterschiedlicher nicht sein können.
Lena der Familienmensch, vier Kinder eine Menge Vierbeiner und völlig ausgepowert. Der Mann nur auf seiner Tankstelle hat die Winke mit dem Zaunpfeiler nicht mitbekommen. Sie sucht und braucht einen Ruhepool den sie aber nirgends zu finden scheint, bis ein neuer Eisverkäufer mit seinem Eiswagen vor der Türe hält…
Marie die Frau die nicht unter zu bekommen ist, Leitende Angestellte in einer Hard Rock Bar, jeder Nacht, ihr Traumjob… wirklich? Naja, lest es selber.
Åsa der Computerfreak und die einsame Nummer eins in ihrem Job, verheiratet und ihr sehnlichster Wunsch ein Kind von ihrem Mann Adam. Aber das will einfach nicht klappen.
Dann überschlagen sich die Ereignisse und die Schwestern müssen versuchen eine Einheit zu bilden, ob ihnen das gelingt verrate ich euch nicht.
Die Autorin besticht in dieser Geschichte durch ihren bildhaften Stil, klar, verständlich und flüssig. Die Seiten fliegen einem nur so durch die Finger.
Jeder Schwester wird Stück für Stück durchleuchtet, bis der Leser am Ende all die kleinen Ungereimtheiten versteht die An Anfang auftauchen. Jede Schwester kämpft mit ihrem Ich, weiß am Ende was sie selber definitiv will und versucht das auch durchzusetzen.
Die Mutter kam in dieser Geschichte ein wenig ins Hintertreffen und auch die Ehemänner von Lena und Åsa.
Leider ist das Ende etwas zu offen, welche Idee wird denn nun auf dem Hof der Mutter umgesetzt. Und eine ganz bestimmte Frage Åsa betreffend bleibt leider auch offen. Da habe ich mich gefragt, wer wird es denn nun werden Robert oder Adam?
Im Großen und Ganzen eine gute Geschichte. Ich habe dies Buch in 2 Tagen gelesen und kann sie empfehlen.
Dieses Buch erhält 3 von 5 Sternen von mir.
Rezension verfasst vor 2 Jahren (4)
Liebe gesucht?
Wer hier ein Buch a là „ Bauer sucht Frau“ erwartet sollte dieses Buch direkt wieder weg legen. Damit hat es nun wirklich überhaupt nicht zu tun.
Vielmehr geht es um drei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Das einzigst Gemeinsame ist, dass sie alle drei unglücklich sind.
Jede möchte lieber das Leben der Anderen haben.
- Die überforderte Mutter, die mehr Zeit für sich braucht. - Die Unabhängige, die sich selbst zum Geburtstag neue Brüste schenkt und doch eigentlich nur ein Zuhause und Geborgenheit sucht. - Und die Dritte die Geld und Liebe hat, sich aber verzweifelt nach einem Kind sehnt.
Wie das immer mit Wünschen ist: Man sollte sich gut überlegen, was man sich wünscht! Als sich die Wünsche der Ersten und der Letzten erfüllen, nimmt die Katastrophe ihren Lauf und das Leben aller wird grundlegend auf den Kopf gestellt. Der Tod des Vaters tritt dabei so ziemlich in den Hintergrund.
Die Geschichte an sich war eigentlich recht schön, aber es entwickelt sich leider keine richtige Spannung. Es gibt keine wirkliche Hauptperson, sondern die Geschichte springt von einer Person zur anderen.
Der Leser erfährt alles über die Gefühle der einzelnen Personen, aber leider die einzelnen Personen untereinander nicht. Jeder ist unglücklich und traurig und hat keine Ahnung wie es dem Anderen geht.
Insgesamt war das Buch recht schön, aber man hätte wesentlich mehr draus machen können. Auch der Schluss ist für mein Gefühl sehr konstruiert und kein wirkliches Ende. Eine Fortsetzung ist also zu erwarten. Ob ich die aber wirklich lesen möchte, muss ich mir aber noch überlegen.
Rezension verfasst vor 2 Jahren (7)
Der Roman „Landliebe gesucht“ war für mich der erste Roman der Autorin Emma Hamberg.
Der Titel und der Klappentext lassen auf einen heiteren Roman und unbeschwerte Lesestunden schließen, aber leider wurden meine Hoffnungen diesbezüglich enttäuscht.
Marie, Asa und Lena sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
Aufgewachsen auf dem Bauernhof ihrer Eltern Rolf und Irene, der sich auf Kühe spezialisiert hat, sind sie im Laufe ihres Leben ganz unterschiedliche Wege gegangen.
Marie ist mit 42 Jahre die älteste der drei Schwestern. Sie lebt mit ihrem Hund Otto als Single ohne feste Beziehung geschweige denn Kinder. Eigentlich mag sie ihr Leben als Barfrau, ihre aufgepumpten Brüste und ihre gelegentlichen Liebhaber.
Asa, die mittlere und der „schlaue Kopf der Familie“ müsste eigentlich glücklich sein – sie ist verheiratet, beruflich erfolgreich und wohlhabend. Wenn da nicht der unerfüllte Kinderwunsch wäre, der Asa und ihre Beziehung zu ihrem Mann Adam in Mitleidenschaft zieht.
Lena dagegen ist verheiratet, hat vier Kinder und ist mit ihrer Familie, sich selbst und dem Leben hoffnunglos überfordert. Der smarte Eismann Conny ist da nur noch der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt …....
Als Rolf, der Vater der drei unerwartet stirbt, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt – Marie erkennt, wie leer ihr Leben eigentlich ist, Lena verlässt ihre Familie und geht zu Conny und Asa kümmert sich – ein bisschen zu sehr- um ihren Schwager und die verwaisten Kinder. Das Chaos ist also vorprogrammiert. Es kommt zu einem Showdown, als sich die Familie Weihnachten auf dem elterlichen Hof trifft.
Der erste Gedanke, der mir zu diesem Buch kommt ist – die Autorin lässt wirklich kein Klischee aus. Die Personen sind so überzeichnet, das sie auf mich schon unsympathisch und gekünstelt gewirkt haben. Einzig Marie konnte ich ein wenig Verständnis und Sympathie entgegenbringen. Die Atmosphäre der Geschichte ist nicht wie erwartet heiter, sondern düster und bedrückend, da alle Protagonisten über Maß in Selbstmitleid versinken. Die schwerwiegenden Themen wie zum Beispiel der Tod des Vaters wurde viel zu schnell abgehakt und ist in der Familie zugunsten der eigenen Problemchen in den Hintergrund getreten Die Handlungen der einzelnen Personen konnte ich wenig bis absolut nicht nachvollziehen, besonders mit Lena hatte ich so meine Probleme (wie kann eine Mutter ihre Kinder verlassen?) Auch der Vergleich zwischen dem Inseminieren der Kühe / dem Brunftkalender / dem Schlachten der nicht fruchtbaren Kühe und der nicht schwanger werdenden Asa fand ich weder witzig und amüsant, sondern eher roh und unsensibel.
Als Positiv habe ich die einfache Schreibweise empfunden, die Sprache war locker und man ist wirklich schnell in die Geschichte rein gekommen.Teilweise konnte man auch einige witzige / ironische Ansätze finden, die aber leider in der Minderheit waren und nicht ganz zu der Stimmung des Romans passen wollten. Das Ende lässt schon viel Spielraum offen, wie das Leben der drei Schwestern noch weitergehen könnte, einige Handlungsfäden werden nicht verknotet. Ein Epilog wäre hier ganz schön gewesen, denn am Ende interessiert es einen ja doch, wie die Geschichte zu Ende geht.
Noch immer rätsle ich, in welche Kategorie ich dieses Buch einordnen soll und kann nur zu einem Schluss kommen: Nicht empfehlenswert.
Rezension verfasst vor 2 Jahren (8)
Klappentext:
Lenas Alltag ist mehr als nervig - mit einem Mann, der nie zu Hause ist, vier Kindern und jeder Menge Haustiere. Der einzige Lichtblick ist Conny, der einmal wöchentlich mit seinem Eisauto vorbeikommt… Lenas ältere Schwester, die coole Marie, ist Geschäftsführerin einer Bar, doch ihr sonstiges Leben ist - abgesehen von ihrem Rottweiler Otto - ziemlich leer. Und auch Asa, die dritte im Bunde, ist unglücklich: Das ersehnte Kind will sich einfach nicht einstellen. Als die Mutter von Lena, Marie und Asa durch einen Schicksalsschlag mit dem Bauernhof und zweihundert Kühen alleine dasteht, ändert sich alles von einem Tag auf den anderen…
Inhalt:
“Landliebe gesucht” ist die Geschichte von drei unterschiedlichen Schwestern, die auf einem Bauernhof in Schweden aufgewachsen sind. Auf dem Hof gab es immer viel Arbeit mit den zweihundert Kühen und frühes Aufstehen und Mitarbeiten auf dem Hof gehörten zur Tagesordnung. Nun sind die drei Schwestern aber erwachsen und sie führen unterschiedliche Leben. Da ist Lena, die jüngste der Schwestern, wurde jung Mutter und hat nun vier Kinder. Durch ihre Kinder und ihren Mann hat sie keine Zeit mehr für sich und ihre Wünsche, dadurch fühlt sie sich hoffnungslos überfordert. Asa, das mittlere Kind, wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, doch sie wird einfach nicht schwanger. Die älteste Schwester Marie, ist glücklich in ihrem Job als Barkeeperin, hat kleine Affären und genießt ihr Leben. Dies ändert sich allerdings als ihr Chef, seine Tochter einstellt undihr eine Unsumme bezahlt. So haben alle drei Schwestern ihre Sorgen und Nöten, aber dann kommt es für die drei noch schlimmer. Der Vater stirbt und die Mutter steht nun mit dem Bauernhof alleine da. Marie reagiert auf die Verzweiflung ihrer Mutter und unterstützt sie, denn mittlerweile ist sie mit ihrem eigenen Leben immer unzufriedener. Aber auch bei ihren Schwestern Lena und Asa verändert sich etwas: Lena brennt mit dem Eismann durch und überlässt ihren Mann und die vier Kinder ihrer Schwester Asa, die sich nun um sie kümmert. Jede der Schwestern muss mit der veränderten Situation klarkommen, wird es ihnen gelingen?
Meinung:
Das Buch wurde auf Vorablesen vorgestellt, leider hatte ich es nicht gewonnen. Allerdings hat mich dies nicht davon abgehalten es zu kaufen, als es endlich erschienen ist. Der deutsche Titel irritiert einen sehr, denn er erweckt den Eindruck, als ob es sich um eine Geschichte a la “Bauer sucht Frau” handelt, dem ist allerdings nicht so. Der schwedische Originaltitel trifft den Inhalt des Buches wesentlich besser “Brunstkalendern”. Der Schreibstil von Emma Hamberg hat mir sehr gut gefallen, ich musste oft schmunzeln über die Situationen und konnte mich gut in alle drei Schwestern hineinversetzen. Eine schöne Geschichte mit einem tollen Ende.










