Rezension verfasst vor 5 Monaten
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Der Stil
Erich Frieds Gedichte reimen sich in der Regel nicht und warum er die Zeilen gerade so angeordnet hat, ist auch nicht immer ganz klar.
Teilweise triefen die Texte nur so vor Ironie, was ich persönlich wunderbar finde, da man so manche Situationen aus einem anderen Blickwinkel betrachten und über sie lachen kann.
Der Inhalt
.. ist eindeutig geprägt von Frieds Erfahrungen in der Nazi-Zeit, aber es werden auch spätere Ereignisse, bzw. Personen, die später gewirkt haben (z.B. Ronald Reagan) erwähnt.
Häufig werden Themen wie Krieg und Tod, aber auch Liebe angesprochen.
Für Freunde der etwas anspruchsvolleren Gedichte, die man nicht immer sofort versteht, durchaus empfehlenswert.
Noch 2 Beispiele, damit ihr wisst, was ich meinte:
Vorgeschichte
Meine Tierliebe
zeigte sich
in meiner
fühesten Kindheit
indem ich
die kleinen Tiere
die ich umgebracht hatte
alle begrub
und weinte
an ihren Gräbern
Damit
war mein Weg
zu meiner
späteren
Menschenliebe
geebnet
Drei Fragen zugleich
Darf ein Gedicht
in einer Welt
die an ihrer Zerrissenheit
vielleicht untergeht
immer noch einfach sein?
Darf ein Gedicht
in einer Welt
die vielleicht untergeht
an ihrer Zerrissenheit
anders als einfach sein?
Darf eine Welt
die vielleicht an ihrer
Zerrissenheit untergeht
einem Gedicht
Vorschriften machen?
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