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Alle anzeigenDie_Buecherfresser
Vor 1 Jahr
(17)"Wie ein Märchen für Erwachsene ..."
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Inhalt:
Ein Zirkus der seine Pforten nur Nachts öffnet.
Ein Zirkus voller phantastischer Entdeckungen.
Der Nachtzirkus ist allerdings nicht nur ein magischer Ort, sondern auch der Schauplatz für ein uraltes Spiel zwischen Gewinner und Verlierer. Celia musste sich mit dieser Bürde abfinden und arbeitet im Nachtzirkus als Magierin, die den Zuschauern das Magische als guten Trick verkauft. Doch der Zirkus wächst und wird von Seite zu Seite ein noch viel verzaubernder Ort. Doch irgendwann bringt das Spiel einen Sieger und Verlierer hervor …
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Meinung:
„Der Nachtzirkus“ ist ein phantastischer Roman der Autorin Erin Morgenstern. Der Roman ist sehr fantasievoll geschrieben und fesselt manch einen Leser durch viele magische und faszinerende Elemente.
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In der Geschichte geht es um mehrere Charaktere, da die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Die Hauptcharaktere sind jedoch Celia und Marco. Beide wurden für ein magisches Spiel verpflichtet, dessen Schauplatz der Nachtzirkus ist. In diesem Spiel geht es um Talent und magische Kräfte, die im Nachtzirkus als etwas lernbares gelten. Doch jedes Spiel hat ein Ende und so zielt auch dieses magische Spiel darauf ab, einen Gewinner hervor zubringen.
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Allerdings zieht sich dieses Spiel über Jahre, sodass der Nachtzirkus wächst und wächst. Es gibt immer weitere Attraktionen, immer mehr Schauplätze und Artisten, die den Nachtzirkus zu etwas besonderem machen und ebenso dazu beitragen, dass das ganze viel größere Dimensionen annimmt als zu Anfang geplant.
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Die Charaktere sind in „Der Nachtzirkus“ ebenso magisch wie der gesamte Schauplatz. Man liest die Geschichte und kann sie einfach nicht direkt in ein Genre einordnen. Der Roman ist eine wilde Mischung aus einer sehr fantasievollen Liebesgeschichte, vielen magischen Elementen, die aber überhaupt nicht typisch Fantasie wirken.
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Doch trotz diesem wundervollen Zauber, den diese Geschichte ausstrahlt, fehlt es auch ein wenig an Tiefe. Die Geschichte ist voller Fantasie, aber es gibt kaum Erklärungen. Alles erscheint eher wie ein Märchen, als wie eine Geschichte für Erwachsene. Und auch die Charaktere sind von diesem Phänomen betroffen, denn trotzt vieler Szenen und Dialoge bleiben alle insgesamt sehr flach, nicht sehr wandelbar, sondern einfach.
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Positiv sowie negativ sind zudem die vielen Zeitsprünge und die vielen Perspektivenwechsel. Einerseits interessant, anderseits relativ verwirrend beim Lesen, sodass der Einstieg schwerer erscheint. Ich habe eindeutig eine Weile gebraucht um überhaupt herauszubekommen, welche Charaktere nun eine zentrale Rolle spielen und welche eher dazu dienen die Geschichte weiter auszubauen. Außerdem sind die Zeitsprünge wohl Geschmackssache. Eigentlich mag ich diese Art von Roman, aber in „Der Nachtzirkus“ wird man beim Lesen einfach etwas zu viel hin und her geworfen.
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An sich ist die Idee vom Nachtzirkus jedoch wirklich sehr verzaubernd. Als Leser spürt man schnell, dass es sich um keinen normalen Zirkus handelt, der seine Pforten nur Nachts öffnet. Insgesamt war der Schauplatz des Romans schon sehr verzaubernd, wenn es denn um mehr als nur eine Liebesgeschichte gegangen wäre, die mir überhaupt nicht romantisch erschien. Der Zirkus und das magische drumherum haben 4 Sterne verdient, ebenso wie der sehr bildliche Schreibstil. Allerdings ziehe ich einen Stern für die Liebesgeschichte ab. Es steht nur der Zirkus im Vordergrund, die Liebesgeschichte bleibt eher flach und verwirrend durch zig Perspektivenwechsel und Zeitsprüngen. Zudem hat mich das Ende relativ enttäuscht.
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„Der Nachtzirkus“ ist eindeutig ein sehr bildlicher und fantasievoller Roman, der durch ein magisches Setting punktet. Allerdings ist das ganze nicht vollkommen stimmig miteinander, vor allem im Puncto Liebesgeschichte, die eher im Hintergrund steht. Mich konnte der Roman nur teils verzaubern.
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Der Schreibstil ist sehr bildlich. Man kann sich förmlich vorstellen den Nachtzirkus zu besuchen, die schwarz weißen Zelte zu sehen und allerlei Süßes zu riechen. Es gibt mehr Beschreibungen und Szenen, als lange Dialoge. Wenn sind diese ebenso wunderlich und passend gewählt.
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Zudem ist der Roman in mehrere Abschnitte aufgeteilt, die zudem immer wieder durch abwechslungsreiche Textpassagen unterbrochen werden, zum Beispiel durch Auszüge aus einem Artikel über den Zirkus.
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Das Cover ist aussagekräftig und ansprechend. Mir persönlich hätte das englische Cover allerdings besser gefallen, da dieses mehr darauf eingeht, dass es sich um eine Art Liebesbeziehung dreht. Ansonsten ist der Roman auch im Inneren sehr schön gestaltet. Es wird nicht nur auf das Zirkusmuster eingegangen, sondern es gibt auch eine gelungene Abwechselung.
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Fazit:
„Der Nachtzirkus“ ist ein äußerst fantasievoller Roman, der wie ein Abenteuer für jung gebliebene Erwachsenen erscheint. Der Zirkus an sich ist schon eine phantastische Erfindung, sowie all die dazu gehörenen Elemente. Insgesamt ein magischer Roman für entspannte Stunden, der jedoch auch seine Schattenseiten hat. Deshalb vergebe ich 4 Sterne, denn trotzt all der Magie konnte mich „Der Nachtzirkus“ nicht ganz in seinen Bann ziehen.
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