Leser-Rezension zu „Die Fehde der Königinnen” von Eva Maaser
am 11.11.2009
Zunächst einmal war ich sehr begeistert als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe.
Zum Inhalt :
Es geht um das Europa des frühen Mittelalters.
Zwei Königinnen die sich erbittert um Gebiete, Macht und Ansehen streiten und mittendrin ein junger Ritter namens Wittiges.
Zunächst wir die junge Prinzessin an einen anderen Königshof verheiratet um – wie damals üblich - die Gebietsansprüche des Vaters zu untermauern oder zu schützen.
Die Heirat wird aber von der anderen Prinzessin die ebenfalls den gleichen Mann begehrt nicht gern gesehen und schon beginnen Intrigen, Eifersucht und Hass eine große Rolle zu spielen. Die Lage spitzt sich immer weiter zu und schlussendlich muss sich jeder entscheiden auf wessen Seite er steht.
Das verspricht um die Zeit doch eine gehörige Portion Spannung und so sollte es auch sein.
Zum Buch selber:
Direkt zu Beginn des Romans bekommt man einen wagen Eindruck dessen was die Autorin unter Spannung versteht.
Sie versteht wie wenige andere Autoren die Dinge gleich ob es Situationen, Personen oder Landschaften sind zu beschreiben und dem Leser das Gefühl zu geben die Dinge selber zu sehen oder zu erleben. Das macht meiner Meinung nach auch den besonderen Charakter dieses Buches aus, die Liebe zum Detail.
Natürlich ist das Grundgerüst der Story nicht das Neueste, viele andere Autoren mittelalterlicher Romane haben sich ebenfalls dessen bedient und dennoch hat dieser Roman etwas Besonderes. Er ist einfach zu lesen wirkt an keiner Stelle langatmig , die Sprache ist nicht kompliziert und man hat als Leser nicht das Gefühl von historischen Fakten erschlagen zu werden. Gekonnt werden die notwendigen Fakten in Gespräche oder Berichte mit einbezogen ohne sich in den Vordergrund zu drängen oder belehrend zu wirken, man erfährt quasi nebenbei wie es damals war.
Die sich am Rande abspielende oder auch mal in den Vordergrund tretende verbotene Liebesgeschichte die gerade zu Beginn des Romans einen Großteil der Story ausmacht erfrischt den Roman zusätzlich und der Leser ist einmal mehr darauf erpicht zu wissen wie es zwischen den Liebenden weitergeht.
Zwei Kritikpunkte möchte ich mir dennoch erlauben zu erwähnen auch wenn sie nicht wesentlich ins Gewicht und den Gesamteindruck des Romans nicht schmälern.
Zum Einen sind die Namen sehr kompliziert und ungewöhnlich, wobei einige Namen so ähnlich sind das die Personen zu Beginn leicht verwechselt werden können und zum Anderen lässt sich zu Beginn des Romans kein genauer Bezug zum Titel des Buches herstellen.
Insgesamt ein gelungener Roman der eine Freude zu lesen war und von mir auf jeden Fall weiter empfohlen wird., mit der Hoffnung auf eine baldige Fortsetzung.

