Leser-Rezension zu „Der beste Platz der Welt” von Felicitas Hoppe
am 2.10.2009
"einsiedeln heißt, einen platz finden, eine stelle. oder wenigstens eine ecke, etwas, woran beim wiederholten versuch, im dunkeln doch noch voranzukommen, plötzlich unerwartet der fuß stößt und halt sucht, in der hoffnung, auf eine schwelle zu stoßen, vielleicht sogar auf eine stufe nach oben. man steht also still und holt luft. und beschließt unvermutet, länger zu bleiben, weil man der versuchung einfach nicht widerstehen kann, genau hier auf der stelle auf den morgen zu warten und dabei zuzusehen, wie es zwischen den bergen langsam hell wird..."
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"einsiedeln heißt, einen ort finden, einen platz, eine stelle. ein bett, das immerhin eine nacht lang mehr ist als nur eine schlafschublade."
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"ich war nicht da und nicht fort, ich lauschte und starrte, ich sah alles und nichts, hörte nichts und alles. ich hörte das holz, überall holz, das knacken des bodens, der wände, der balken, wie der wind ins dach geht und durch die hungrigen wintergerippe in meinem weinberg, von dem ich nicht weiß, ob er mir gehört. dafür gehören mir alle geräusche, der unermüdliche fleiß der materie, die sich nachts zum trost in geschichten verwandelt."
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"ich geriet in verlegenheit. und ins schwitzen, denn so wenig ich weiß, wie man landkarten liest, so wenig kann ich stammbäume entziffern. ich finde mich nach wie vor schlecht zurecht in der ordnung der natur durch die menschen. von familien zu schweigen."

