Ich liebe Tatsachenberichte!
Strafverteidiger Ferdinand von Schirach berichtet in elf spannend, tragischen, nachdenklichen oder auch unheimlichen Geschichten von Menschen, die zu Verbrechern aller Art wurden.
Es geht um Mörder, Bankräuber, Folterer, Kleinkriminelle usw..
Faszinierend sind alle Geschichten, man kann eigentlich keine einzige besonders herausheben.
Ob es nun die Gechichte der Geschwister sind, in welcher die Schwester ihren Bruder aus Liebe tötet, Frank, der alles versucht, um wieder zu seiner Familie nach Afrika zu kommen oder auch der junge Türke, der sich sein Leben lang dümmer stellen musste, als er in Wirklichkeit ist.
Man sieht aber auch teilweise sehr anschaulich, wie sich Geschichten entwickeln können. Ob es nun der Raub des Inhaltes eines Tresors ist (dessen Inhalt für den Besitzer von großer Bedeutung ist), eine verzweifelte Prostituierte, die sich illegal in Deutschland aufhält und versucht, sich mittels Prostitution mit ihrer Liebe, einem ehemaligen Obdachlosen, eine neue Existenz aufzubauen, oder eben einen einfach Museumswärter, der kurz vorm Wahnsinn steht.
Ferdinand von Schirach versteht es, den Leser mit seinen Geschichten in den Bann zu ziehen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und man giert nach mehr.
Ich hoffe, dass das nicht das letzte Buch dieser Art von dem Autor ist.